Und plötzlich macht es alles einen Sinn

Das ist auf dänische Musik bezogen, um ganz genau zu sein „Mod Solnedgangen“ von Nik & Jay.
Dieses Lied hab ich vor knapp drei Jahren im Dänemarkurlaub gehört, fand es ganz nett und habe es mir, obwohl ich kein Wort verstanden hab, heruntergeladen. Damals war es für mich ein einziges Gelalle von dem ich dachte, dass ich es ohne Google Übersetzer nie verstehen werde. Das Lied geriet in Vergessenheit und wurde aus dieser – dank meiner Shuffle-Funktion am iPod – heute wieder rausgeholt und siehe da; alles macht auf einmal Sinn. Wenn mir jemand vor drei Jahren erzählt hätte, dass ich einmal ein Jahr in Dänemark  leben würde und dieses Lied ohne Probleme verstehen würde, hätte ich ihn freundlich ausgelächelt. Ich  finde an solchen Beispielen sieht man immer am besten wie viel man doch gelernt hat.
Ein weiteres gutes Beispiel sind meine Sozialwissenschaftstexte an denen man sichtbar verfolgen kann wie sich meine Sprache verbessert hat, weil ich in jedem Text beim Lesen die Wörter markiert habe, die ich nicht verstanden hab und dann am Ende die Übersetzung an den Rand geschrieben. Bei den ersten Texten hatte ich kaum genug Platz um alle Übersetzungen unterzubekommen auf dem Zettel, dann wurden es weniger und weniger und mittlerweile hab ich im gesamten Text vielleicht mal ein Wort.

Etwas das ich an meinen Gedankengängen bemerkenswert vielleicht auch etwas traurig finde ist, das bei jedem Rucksack, jeder Tasche, die ich mir kaufe sofort der freudige Gedanke an mehr Stauraum für die Rückreise aufkommt. Japs ich habe auch auf Hinreise früh mit dem mentalen Packen angefangen, bereits im Juni meinen Schrank in „Mitnehmen“, „Vielleicht mitnehmen, wenn noch Platz ist“ und „Da wird sich meine Schwester sicher freuen, wenn ich es daheim lasse“ aufgeteilt, aber dass ich im Februar mir Gedanken über Stauraum mache ist eventuell doch etwas bedenklich.
Heute sind es übrigens nur noch exakt vier Monate bis zum YES.

„Der Winter meines Lebens“ .. den hatte ich dieses Jahr definitiv nicht (also eigentlich hatte ich ihn auch nicht erwartet) und mittlerweile kann man den Frühling spüren.

Ich bin mir sicher, dass zukünftige Dänemarkfahrer diesem Blog hier lesen und falls ihr noch weitere Fragen habt könnt ihr mich gerne anschreiben.

Sonstige Themenvorschläge und Fragen sind natürlich auch willkommen 😉

Auch ich melde mich mal wieder – Weihnachten, die Sprache und das Wetter

Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, wie lange ich hier schon nichtsmehr geschrieben habe! Es tut mir sehr leid, ich hoffe, man vergibt mir, in nächster Zeit kommt mehr, versprochen!
Hier also nun mal wieder ein Bericht über die Themen und Ereignisse der letzten Monate:

Weihnachten und Silvester
Es ist wirklich schon eine ganze Weile her, aber da es vielleicht einige interessiert, möchte ich trotzdem davon berichten:
Wie man sich vielleicht denken kann, spielt Weihnachten in der Türkei keine große bzw. gar keine Rolle, obwohl das erstmal ganz anders scheint:
Schon ab Ende November wurden Malls, Cafés und auch unsere Wohnung mit (Plastik)Tannenbäumen, Lichterketten, Weihnachtssternen, und sogar Weihnachtsmännern und Rentieren dekoriert, und überall lief Weihnachtsmusik. Dies alles geschah aber keineswegs in Vorbereitung auf den 24., sondern auf den 31. Dezember. Silvester wird hier nämlich ungefähr so gefeiert, wie Weihnachten bei uns. Den ganzen Dezember über gibt es Neujahrsfeiern (was wahrscheinlich etwas komisch klingt, aber wir in Deutschland feiern doch auch nicht nur an den eigentlichen Weihnachtstagen!), und am Abend des 31. feiern die meisten Türken dann mit der Familie zusammen und tauschen kleine Geschenke aus.
Der 24.12. war bzw. ist hier also ein Tag wie jeder andere, und ich musste, wie alle anderen auch, zur Schule gehen. Das war ein recht komisches Gefühl, denn allen meinen Klassenkameraden war es (natürlich) total egal, dass es sich um einen der wichtigsten christlichen Feiertage handelt, und ich war mit meiner sich immer wieder anbahnenden Festtagsstimmung alleine. Nach der Schule sollte sich das aber ändern, denn ich bin zu einer anderen Austauschschülerin gefahren, um mit ihr und ihrer Gastfamilie ein wenig zu feiern. Wir hatten einen sehr sehr schönen Abend mit Plätzchen aus Deutschland und Loriot, und es gab sogar Geschenke. Am nächsten Tag haben wir die Schule dann ausnahmsweise mal Schule sein lassen und sind zur deutschen Botschaft zu einem Weihnachtsgottesdienst gefahren. Das war wunderbar und hat sich angefühlt wie ein Kurztrip nachhause. Alles in allem hatte ich also ein wirklich gelungenes Weihnachtsfest, und der gefürchtete Heimwehhöhepunkt ist nicht eingetreten.

Die Sprache
Als erstes mal: Türkisch ist anders als Deutsch. Das war ja von Anfang an klar.
Es handelt sich um eine agglutinierende Sprache, was bedeutet, dass sehr viel durch Suffixe ausgedrückt wird. Wenn ich also zum Beispiel sagen möchte “Ich bin in der Schule.”, sage ich auf Türkisch “Schule-in-ichbin”, “Okuldayım”. Man kann also ganze Sätze in einem Wort ausdrücken, was den türkischen Satzbau aber natürlich ungefähr zum Gegenteil des deutschen macht. Am Anfang war das ein wenig ungewohnt und verwirrend, vor allem weil Türken allgemein recht schnell sprechen und es da schon mal zur Herausforderung wird, das eigentliche Wort unter den ganzen Anhängseln zu erkennen, aber inzwischen komme ich ganz gut klar. Ich spreche zwar noch lange nicht fließend, und verstehen ist immer noch ziemlich schwer, aber ich bekomme eigentlich immer mit, worum es geht, und kann mich in jeder Situation verständigen.

Was ist sonst noch so passiert?
Leider gar nicht so viel. Den Großteil meiner Zeit verbringe ich, wie gesagt, in der Schule. Dort versuche ich in manchen Fächern, wie Psychologie, Geschichte oder Türkisch zuzuhören und ein bisschen zu verstehen, in anderen lese ich, schreibe Tagebuch, oder versuche mich aufzuraffen, Türkisch zu lernen. Nachmittags und an den Wochenenden treffe ich mich meistens mit den anderen Austauschschülern, da meine türkische Klasse eigentlich immer lernen oder Hausaufgaben machen muss. Zusammen haben wir aber zıemlıch viel Spaß, beim Kaffeetrinken und Ankara erkunden, und die Leute, wie auch die Stadt, sind mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen.
Vor einem Monat, während der Halbjahresferien, war außerdem das Midterm, also das YFU Mittelseminar. Es war sehr schön, die anderen mal wieder zu sehen und von ihren Erfahrungen zu hören, nur leider viel zu kurz! Trotzdem, und wider aller Zweifel, bin ich seitdem irgendwie wieder motivierter und positiver als vorher.
Oh, außerdem war ich endlich mal im Theater! Es unterscheidet sich nicht großartig vom deutschen, nur dass es wesentlich billiger ist (ein Schülerticket kostet 6TL (2€)). Ich habe ‘Die drei Schwestern’ und ‘Die Möwe’ gesehen (hier war gerade eine Tschechow-Woche), aber da meine neue Gastfamilie genauso theaterverrückt ist wie ich, wird es garantiert nicht das letzte Mal gewesen sein.

Der allgemeine Gemütszustand
Mir geht es gut! Nach einigem Hinundhergewechsle wohne ich nun in meiner vierten Gastfamilie, und ich fühle mich sehr sehr wohl dort und bin glücklich, hier zu sein. Ich habe jetzt zwei Gastbrüder, mit denen ich mich gut verstehe und wohne ziemlich zentrumsnah, was sehr schön ist. Der Weg zu Schule jeden Tag kommt mir zwar ein bisschen wie eine halbe Thüringenrundfahrt vor, aber so schlimm ist es eigentlich gar nicht und wenn ich mich an eins gewöhnt habe, dann ist das an die langen Wege, die hier zum Alltag gehören.
Die letzte Zeit war sehr schwierig, aber jetzt, da ich ,aus dem Gröbsten raus’ bin, fühle ich mich wie ein anderer Mensch als noch vor einem halben Jahr. Ich fühle mich nicht nur viel älter, sondern kommt es mir auch so vor, als hätten sich viele meiner früheren Prioritäten und Ansichten durch diesen Perspektivenwechsel verändert.
Jetzt bin ich sehr gespannt, was noch so auf mich zukommt. Es ist bemerkenswert, wie viel schneller die Zeit vergeht, seit die Hälfte rum ist. Die vier Wochen seit unserem Bergfest Ende Januar sind wie im Flug vergangen, was heißt, dass ich mich ein bisschen ranhalten muss, um alles zu schaffen, was ich mir vorgenommen habe. Ich hoffe, bald noch ein paar andere Ecken der Türkei sehen zu können und der türkischen Sprache noch ein bisschen mächtiger zu werden. Außerdem muss ich unbedingt noch ein paar türkische Gerichte kochen lernen, nicht zuletzt um damit dann in Deutschland angeben zu können 🙂

Und nun zum wichtigsten aller Themen – Das Wetter
Der lange und schneereiche ankaraner Winter, den mir alle versprochen hatten, ist leider nicht eingetreten. Es war zwar eine Weile recht kalt, aber jetzt steigen die Temperaturen auch schon wieder seit ein paar Wochen, und es ist teilweise so warm, dass man nur in Stickjacke draußen die Sonne genießen kann. Das einzige, was momentan vorsichtig andeutet, dass wir noch nicht Frühsommer haben, sondern dass es sich lediglich um Ende Februar handelt, sind der für die Region eigentlich unübliche Regen, der die Sonnenstrahlen unterbricht und überall ein herrliches -Land-Unter-Feeling auslöst.
Wahrscheinlich ist es aber auch besser, dass der große Schnee ausgeblieben ist, das eine Mal das es hier nämlich geschneit hat, hat sich der Verkehr, der sowieso schon gewöhnungsbedürftig ist, in ein heilloses Chaos verwandelt, ab Einbruch der Dunkelheit (also so gegen 16:30 Uhr) ging gar nichts mehr und die Bevölkerung Ankaras schien restlos überfordert. Meine Laune hat das bisschen Weiß aber unsagbar gehoben.
Ich hoffe, die Wissbegierde aller derer, die sich immer wieder hoch interessiert nach dem Wetter hier erkunden, ist nun erstmal gestillt 😉

Alles Gute und viele Grüße
Lena

schöne “neue” Welt

Das neue Schuljahr hat begonnen und ich war natürlich heilfroh endlich meine ganzen Freunde und die Lehrer wiederzusehen :). Ja, man freut sich hier (zumindest teilweise) die Lehrer wieder zu sehen, da man zu ihnen einfach eine total lockere und freundschaftliche Bindung hat und dann gab’s natürlich auch erstmal ein paar Küsschen und Umarmungen. Ein bisschen habe ich ja schon Angst,dass wenn ich zurück in Deutschland bin total komisch rüber komme, weil ich es jetzt gewohnt bin selbst fremden Leuten Wangenküsse zu geben – ich kann mich nicht daran erinnern,wann ich das letzte Mal jemandem die Hand geschüttelt habe 😉 Mit dem neuem Schuljahr kamen aber auch gleich ein paar Veränderungen, denn es sind einige Lehrer von der Schule gegangen und somit wurden die 3 Abschlussjahrgänge in 2 Zusammengelegt und wir waren -haltet euch fest- sage und schreibe 55 Personen in einem relativ kleinem Klassenzimmer.Da ist Chaos natürlich vorprogrammiert, die Lehrer waren teilweise überfordert (was ja absolut verständlich ist, aber sie greifen auch nie wirklich hart durch) und das krasseste war aber, dass die Schüler,die zu spät kamen, keinen Tisch/Stuhl mehr hatten und sich so in die Reihen auf den Fußboden gesetzt haben. Desweiteren hat der Abschlussjahrgang 3 mal in der Woche Nachmittags Unterricht (was ja absolut normal ist), 2 mal in der Woche Vormittags UND Nachmittags Unterricht und dann noch Samstag und manchmal sogar Sonntag Vormittag Unterricht – einfach nur heftig. Die Konzentration und die Motivation geht dann natürlich oft verloren und als die Lehrer meinten es sei wichtig nebenher trotzdem noch den Hobbys nachzugehen, habe ich mich wirklich gefragt wie es die Schüler in dem ganzem Lernstress noch schaffen sollen. Kurze Zeit später bekamen ich und Emil (der dänische Austauschschüler) eine schlechte Nachricht.Da wir keine Arbeiten zwingend mitschreiben mussten (wir “wiederholen” das Jahr hier sozusagen) und die Klasse so voll ist wurden wir wieder heruntergestuft. Ich hätte wirklich heulen können, weil ich es geliebt habe in der Umgebung meiner Freunde hier sein zu können,aber ich hatte natürlich auch Verständnis und so ging es ab in die neue Klasse. Wir waren natürlich erstmal “auf uns alleine gestellt”, da wir niemanden kannten, aber das Gute war, dass das neue Schuljahr ja erst angefangen hat und so a) einige neue Schüler sowieso dazu kamen und b) neue Lehrer kamen, die sich erstmal vorgestellt haben. Am Anfang habe ich mich wirklich nicht wohl gefühlt, wie ein richtiger Außenseiter und ich dachte niemand würde mit mir reden wollen oder sie haben kein Interesse oder sowas, aber das hat sich zum Glück wirklich schnell gelegt. 🙂 Inzwischen habe ich schon einen zweiten Freundeskreis aufgebaut mit wirklich netten Leuten und ich bin glücklich. Den Unterricht verstehe ich übrigens super gut, ich war wirklich überrascht von mir selbst, aber ich kann dem Unterricht wunderbar folgen und habe sogar in Chemie schon einige Punkte gesammelt (was meine Lehrerin sehr stolz gemacht hat haha). Meine Freunde aus der alten Klasse sehe ich meistens vor/nach der Schule und in den Pausen und wir verstehen uns immer noch so einwandfrei wie vorher, was mir echt wichtig war. Das Letzte was sich hinsichtlich der Schule für mich verändert hat ist, dass ich anstatt mit dem öffentlichem Bus jetzt mit einem Schülertransport zur Schule gefahren und abgeholt wäre. Es macht preislich einen nicht all zu großen Unterschied, ist deutlich sicherer,da ich jeden Tag alleine einen Hang auf und abwärts laufen musste und ich komme nicht mehr total K.O. in der Schule an (weil ich den Berg in der prallen Sonne hochlaufen musste).

Eine andere Sache die sich verändert hat ist unsere Planung bezüglich Rio de Janeiro. Eigentlich wollten wir ja jetzt im Februar fliegen, oder Anfang März. Da es jetzt aber dort brechend heiß ist (um die 42 Grad, gefühlte 50) wollte meine Familie mir das nicht “antun” und wir fliegen später – im April oder Mai. Ich hoffe wirklich so sehr,dass das klappt und sie mir somit doch noch ein kleines Träumchen erfüllen.

Apropros Träumchen, vorletztes Wochenende waren wir am Sonntag in der Stadt Canavieiras, eigentlich um an den Strand zu fahren. Wir sind gleich frühs mit der ganzen Familie los, da die Stadt ungefähr 2 Stunden mit dem Auto entfernt ist. Nachdem wir angekommen waren,trafen wir auf zwei Freunde meiner Gastmutter und sind zunächst in ein Haus gegangen (ich dachte das wäre das Haus von einem der Freunde, da Sachen von ihm dort rumlagen) und haben es uns angeschaut und wow, es sah wirklich gut aus, schön geräumig und im Garten ganz viele Kokusnüsse an den Bäumen. Nach einiger Zeit hat uns dann der Hunger gepackt und wir sind an einen nah gelegenen Imbiss gefahren, der direkt an einem Fluss liegt. Verdammt Leute es sah dort wirklich aus wie im Paradies und das Essen war echt gut. Ich habe dort zum ersten Mal Krebs gegessen und dann gab es noch verschiedenen Fisch,Reis und Farofa – super lecker. Als wir dort waren habe ich dann auch erfahren,dass meine Gastmutter das Haus wo wir vorher waren KAUFEN will. Sie meinte es wäre der perfekte Ort für schöne Wochenenden oder die Ferien und da stimme ich ihr natürlich absolut zu. Hoffentlich gehen wir dort bald nochmal hin, denn es ist wirklich ein super idillischer Ort, die Stadt ist fantastisch und man muss es einfach lieben. 🙂

 

Winterferie

Hallo alle zusammen 🙂

Ich habe seid Montag Winterferien für eine Woche und ich dachte das nutze ich jetzt einfach mal als Gelegenheit hier auch noch mal was zu schreiben.

Ja bevor ich ja nach Norwegen gegangen bin dachte ich mir : “Das wird der Winter deines Lebens”. Aber ich glaube da habe ich mich ein wenig vertan. Hier ist es in letzter Zeit relativ warm geworden, was dann zur Folge hatte das der ganze Schnee schmolz. Am Dienstag zum Beispiel hatten wir mal wieder richtig schönes Wetter, die Sonne hat geschienen und Ich habe das ausgenutzt und mich noch mal zum Meer begeben. Dort saß sich längere Zeit  in der Sonne und habe auf den Oslo Fjord geschaut.

 

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Momentan sitze ich hier und schaue aus dem Fenster und es schneit es mal wieder, jedoch nur kleine Flocken also es wird wahrscheinlich nichts liegen bleiben.

Meine Ferien verbringe ich ganz unspektakulär ich treffe mich mit Freunden, lese, trainieren, höre Musik und entspanne einfach mal. Aber auch nicht zu vergessen die Schule. Am Montag nach den Ferien, 24. Februar 2014, feiert meine Schule Premiere ihres Theaterstückes. Theater scheint in Norwegischen Schulen eine relativ große Rolle zu spielen. Die ganzen Schauspieler und Musiker und alle die sonst noch hinter den Kulissen arbeiten verbringen ihre gesamten Winterferien in der Schule um zu proben, Ich freue mich schon sehr auf das Stück und habe sogar noch eine der Premieren Karte bekommen. Auf Deutsch heißt das Buch und der Film zu dem Theaterstück:“Einer flog über das Kuckucksnest”.

Aber ich denke auch dass ich noch etwas für die Schule in Ferien tun muss. Nächste Woche stehen einige Präsentationen an, in Deutsch und Englisch. Außerdem müssen wir noch einer Vierergruppe eine Sportstunde vorbereiten.

Ich weiß jetzt nicht ob das jemanden interessiert, vielleicht die Leute die nächstes Jahr ins Ausland gehen, momentan habe ich wieder mit Müdigkeit zu kämpfen und dazu ist jetzt auch noch Hunger gekommen, Ich weiß leider nicht warum.

Am 14. Februar 2014, Valentinstag, habe ich Abends um kurz vor zwölf festgestellt dass ich doch tatsächlich schon sechs Monate hier in Norwegen bin. Die Zeit vergeht einfach so schnell, sie rast regelrecht. Es kommt einem gar nicht vor als wenn man wirklich schon sechs Monate von Zuhause weg. Ich glaube das kann als Zeichen dafür deuten dass es mir gefällt.

Eigentlich waren Australien und Neuseeland meine ersten zwei Länderwünsche, und ich habe mich dann später dazu entschlossen Norwegen noch dazu zu wählen. Und als ich dann die Zusage für Norwegen bekam, war ich doch recht unschlüssig ob sich lohnen würde wirklich nach Norwegen zu gehen. Jetzt wo ich hier bin Kann ich nur sagen es war die beste Entscheidung erstens überhaupt weg zu gehen, diese Erfahrung zu machen und zweitens Norwegen zu wählen. Ich habe hier in diesem Land und in einer Anfangs, obwohl wir schon seit April geschrieben haben, doch noch fremden Familie ein neues Zuhause gefunden. Deswegen kann jedem nur empfehlen wenn man die Möglichkeit hat diese Chance wahrzunehmen.

So jetzt komm ich langsam mal zum Ende.

 

Liebe Grüße aus Norwegen

Euer Dennis

Weihnachten, New Years, Krüger Nationalpark, eine neue Schule

Hallo Zusammen,

ersteinmal sende ich euch liebe Grüße aus dem sonnigen Südafrika!
Seit meinem letztem Blogeintrag ist einige Zeit vergangen und so vieles ist passiert, worüber ich euch gerne erzählen würde!

Weihnachten in Südafrika- so ungewohnt, aber toll!

Am 24. Dezember haben erst alle ausgeschlafen und wir haben gemütlich in den Tag gestartet, die Eltern meiner Gastmutter waren schon ein paar Tage früher angereist um mit uns das “Keersfest” (Afrikaans für Weihnachten) zu feiern. Wir waren meine Gastmutter Mamma Nettie, mein Gastvater Papa Jotti, die Großeltern und meine Gastgeschwister, Isabel aus Belgien, Henrik aus Schweden und Leandro aus Argentinien. Da alle natürlich gerne im Laufe des Tages mit ihren Familien in den verschieden Ländern skypen würden, habe ich schon gegen elf mit meiner Mutter und Schwester geskypt. Es war ein sehr komisches Gefühl darüber nachzudenken, was die beiden im Laufe des Tages machen würden und ich nicht da sein konnte, besonders weil ich überhaupt keine Weihnachtsstimmung hatte, was alleine schon am super warmen Wetter lag! Später haben wir angefangen typische Südafrikanisches Finger Food zuzubereiten und uns die Zeit bis es das Essen, dass es dann gegen sechs gab totzuschlagen. Wir hatten einen sehr schönen Abend und saßen bis spät Abends im Garten zusammen. Gegen zehn Uhr abends habe ich  noch einmal mit meiner Mutter und Schwester geskypt, da mich das Heimweh ein wenig gefangen hatten, was aber recht schnell wieder verging. Am Morgen des 25. Dezembers sind wir zusammen in die Kirche gegangen, was für mich sehr interessant war, aber auf Afrikaans schwer verständlich. Am 2. Weihnachtsfeiertag sind wir zu einem von Mamma Netties Söhnen gefahren, wo wir Pizza gebacken haben (Nein, das ist nicht typisch Südafrika!)

New Years

Neujahr war sehr schön. Erst war ich mit meinen Gastgeschwistern im Kino und dann etwas Getränke und Fleisch einkaufen.
Gegen 19 Uhr ist dann der Strom ausgefallen und all unsere Pläne waren über den Haufen geworfen, also haben wir noch unsere Fleisch gegrillt und saßen  im Kerzenlicht im Garten. Um kurz vor zwölf sind wir auf die Straße gegangen um das Feuerwerk zu sehen und etwas gutes hatte der Stromausfall dann doch noch: die ganze Siedlung was dunkel, und das Feuerwerk sah unglaublich schön aus und dauerte ungefähr 20 min.

 

eine neue Schule, ein neuer Start

Anfang Januar bin ich in meine neue Schule gekommen, die Hoerskool Pretoria Noord, 11. Klasse und komplett Afrikaans sprechend. Ab jetzt heißt es im Unterricht zu hoffen wenigstends ein paar Worte zu verstehen, doch es wird besser von Tag zu Tag. Auch wenn diese Schule komplett anders von meiner ersten ist, gefällt es mir gut und die Leute sind sehr nett.

Krüger National Park

Der Krüger Nationalpark ist einer der größten und tierreichsten Nationalparks in Südafrika und ein unglaubliches Erlebnis! Ich war dort mit meinen Gasteltern und meiner Gastschwester für ein paar Tage und wir haben unglaublich viele Tiere gesehen. Einen Tag waren wir super glücklich und haben erst Löwen, dann ein Rhino und später noch Elefanten direkt vor unserem Auto gehabt, was unbeschreiblich war!!! Es war wirklich großartig!

Diesen Freitag fahre ich für zwei Wochen auf den Culture Exchange, wo ich bei einer Gastfamilie in einem Township leben werde und dort auch zu Schule gehen werde. Ich freue mich so sehr auf die Erfahrung, bin aber auch sehr nervös! Einen ausführlichen Bericht darüber gibt es nächstes Mal!

Liebe Grüße,
eure Lea