Resumen del año

Queridos lectores!

Es ist unglaublich lange her, dass ich eschrieben habe, zweieinhalb Monate. Tut mir leid. Seit zwei Wochen sind Ferien, und endlich – Zeit zum Schreiben. Am letzten Tag des Jahres.

Seit fünf Monaten bin ich hier. Was ist in diesen sechs Monaten passiert?

Mein erster Tag in Quellón. Sonne, Regenjacke, Wind. Nach einer Nacht mit Bettheizung, drei Wolldecken und einer Wolldecke; nach chilenischer Art höchstkompliziert gefaltet. Vor einigen Wochen bekam ich diese Kunst des Bettfaltens endlich mal in weniger als 10 Minuten hin. Meine Direktorin lerne ich auf der Straße kennen, stolz verstehe ich, als sie uns daran erinnert, morgen um halb neun in der Schule anzutanzen. Mein Geschichtslehrer läuft auf der anderen Straßenseite rum, mein Vater ruft ihm “Ihre neue Schülerin!” zu und klopft mir stolz auf die Schulter. “Glatzköpfig, wie ich” zwinkert er mir zu. Schuluniform kaufen. In dem Schulpullover habe ich M, dank meiner langen Arme. Ein bisschen peinlich berührt muss ich fragen, wie ich mir die Schulstrümpfe anziehen soll, einen Tag später werde ich sehen, dass es eigentlich egal ist. Grau und Blau, das ist meine Schuluniform. So schlecht sieht sie gar nicht aus, denke ich. Dann geht die Schuhprozedur los. Die grauen Schuhe, die ich mitbringe, sind nicht konform, schwarz müssen sie sein. Die für Mädchen als Schulschuhe üblichen Ballerinas mit Riemchen gibt es aber leider incht in Größe 39/40. Auch um andere schwarze Schuhe in 39/40 zu inden, müssen wir durch drei Läden rennen. Meine Schuhe sind nicht schön, aber wenigstens passen sie. Der Weg zwischen den Läden führt über Holzbretter, auch innerhalb Quellóns werden die Straßen erneuert; ein Riesenprojekt in ganz Chile. Die Leute sehen mich neugierig an, ich bin 1,77m groß und bis vor 6 Monaten war ich nach meiner Definition noch braunhaarig, hier bin ich aber blond. Mittlerweile nehme sogar ich meine Locken als blond wahr. Es geht nach Hause, “a tomar once”.

Mein erster Schultag. Am Morgen wird die Schuluniform angezogen, ein unsicherer Blick in den Spiegel, die müden Augen. Schminken geht nicht, da muss ich durch. Und rein ins Auto. Meine beiden Brüder zischen sofort in ihre Klassenräume, noch vor halb neun, ich selbst bleibe mit meinen Eltern bis 9 Uhr unten, verstehe etwa die Hälfte von dem, was sie mit einer Lehrerin besprechen. Dann werden wir in meinen Klassenraum geschoben, ein Kuss auf die Wange von meinen Eltern, dann stehe ich alleine vor meiner neuen Klasse. Wir sind mit mir 21, ich werde in die erste Reihe gesetzt, alleine aufgrund der geraden Zahl, und jeder einzelne stellt sich vorne an der Tafel vor. Mir, damals eine sehr schüchterne Person, wird das Gott sei Dank erlassen. Die erste Stunde: Mathe. Den Stoff kenne ich, deswegen verstehe ich zumindest den Zusammenhang; das Unterrichtsgespräch allerdings? Keine Chance. Es ist laut, die Hände werden nicht gehoben, stänig wird gelacht. Alle schreiben fleißig von der Tafel ab, machen sich Notizen. 5 Funktioen werden durchgehauen, erstmal ohne selbstständige Übungsaufgaben. Eineinhalb Stunden verfliegen im Flug. Die Mädchen hinter mir verwickeln mich in ein Gespräch, dem ich kaum folgen kann. Eine fängt an, statt langsamer lauter mit mir zu reden. “Pame, no grites, si no es sorda! No entiende, pero no es sorda!” lacht ihre Freundin. Ich frage nach dem Stundenplan, er wird mir auf der Rückwand meines Heftes notiert. “Vamos?” kommt es von meiner Seite. “Mm-h” antoworte ich, folge und bekomme heraus, dass es zum Frühstück gehen soll. In Physik verstehe ich gar nichts, “Tue ich auch nie.”, meint später mein großer Bruder. Der Tag vergeht im Flug.

Meine ersten Freundschaften. Maria setzt sich neben mich, damit ich nicht so alleine bin, wenig später tauschen wir in die Mitte des Raumes, weil sie nicht so gerne vorne sitzt (mich hatte das auch schon genervt) und am nächsten Tag ziehen wir unseren ganzen Tisch in die andere Reihe, um direkt vor Coni und Johanna zu sitzen, meinen jetzt besten Freundinnen. Dieser Prozess dauerte so etwa zwei Wochen. Seitdem sind wir unzertrennlich.

September. Am 10. September, dem letzten Tag vor der Ferienwoche, gehen wir in chilenischen Trachten zur Schule: Die Frauen als Huasas oder Chinas, die Männer als Huasos. Meine Mutter leiht mir ein Kleid und das Tuch zum Cueca-Tanzen, so richtig durchgedrungen bin ich aber in der einen Sportstunde, in der wir geübt haben, aber leider nicht, fürs Tanzen bin ich generell nicht besonders begabt. Es verlangt aber zum Glück auch niemand von mir. Danach gehts nach Los Andes, insgesamt 16 Stunden Autofahrt in den Norden, die wir an zwei Tagen bewäktigen. Chiles Straßen sind bequem: Karten braucht da keiner. Die Autobahn geht geradeaus, wenn das Städtchen, zu dem man will, auf dem SChild steht, biegt man ab. Und folgt der Straße. Und ist da. Nicht wie in Deutschland, wo man ohne Karte, Navi oder besonders gute Streckenkentnisse völlig verloren ist… Die Woche des 18. September wird mit Empanadas, Cueca, der chilenischen Flagge und viel Essen gefeiert. Dasheißt vor allem: Viel Fleisch. Schwein, Huhn und Rind, Kartoffeln oder Reis, und als Gemüse Tomaten oder Salatblätter. Mein bevorzugter Salat: La chilena, Tomaten mit Zwiebel. Hier wird auch aus kaltem Broccoli mit Öl und Salz Salat gemacht.
Wir von Chiloé leiden in Los Andes im September unter der Hitze und laufen in T-Shirt und kurzer Hose rum; die Einwohner frösteln bei unserem Anblick und ziehen sich gleich noch eine zweite Jacke über. Im Sommer werden es dort 40 Grad. Ein Ausflug in den Schnee kostet uns trotzdem nur 1 Stunde im Auto, dann stehen wir (nach 12 Serpentinen) im zentimeterhohen Schnee, zwischen weißem Wind und mit sehr viel Kälte. Dummerweise ohne Handschuhe, Schneeballschlacht war aber bei dem eher eishaftigen Schnee an diesem Tag so oder so unmöglich. Auf der Rückfahrt kommen wir an einer Schlucht vorbei, das man unter dem Namen Pferdesprung kennt. Mein Vater erzählt mir die Geschichte dazu: Ein Bauer wurde damals von einer alten Hexe verfolgt und in seiner Angst wagte er den Sprung über die Schlucht, auf seinem Pferd. Die Schlucht ist breit, wirklich breit, es ist völlig unmöglich, darüberzuspringen. Doch der verängstigte Bauer, oder besser gesagt sein Pferd, schafften es von einer Seite zur anderen und entkamen so der Hexe. Chilenen sind unglaublich gut im Geschichtenerzählen und Übertreiben, das macht sie für mich zu den perfekten Gesprächspartnern.

Ungefähr in dieser Woche fing ich auch an, meine chilenischen Eltern Mamá und Papá zu nennen. Das hatten wir nicht besprochen, sondern irgendwas rutschte es mir einfach heraus und niemand hat etwas gesagt. Und nach ein, zwei Tagen wurde mir auch endlich bewusst, dass meine Brüder meine Großeltern mit “Usted”, also “Sie” ansprechen: als ich meine Mutter danach fragte, meinte sie, dass das weniger eine Sache von Respekt, sondern mehr von “cariño” sei, also mehr eine Liebkosung. Für cariño gibt es im Deutschen leider keine Übersetzung, ist aber ein großer Bestandteil des chilenischen Alltags. Cariño hat mit alldem zu tun, was wir für andere machen, Aufmerksamkeit, Umarmungen, sich sorgen, etc.

Auf dem Heimweg nach Quellón steht eine Kuh in der Kurve. Mein Vater bremst, bliebt aber nicht stehen, sondern fährt einen vorsichtigen Schlenker. Niemand verliert ein Wort, mein Kichern geht zum Fenster raus. Und zu Hause fressen uns wöchentlich fremde Schafe, Kühe oder Pferde das Gras ab… Spart das Rasenmähen. Chilenische Gärten sind sowieso anders als deutsche: große, verwilderte Wiesen, und in einem Teil eben ohne Gras, sondern mit Erde, die an anderer Stelle der Wiese ausgehoben wurde, dort stehen dann ein paar Sträucher. Jetzt im Sommer blühen an jedem Haus die Rosen. Die werden auch nicht groß in Form geschnitten, und auch sonst stört sich niemand daran, dass die Sträucher und Bäume auf den Bürgersteig oder die Straße hinausstakseln. Da fängt in Deutschland manch einer Gerichtsprozesse an…

Schulanfang. Prügungen, PSU, Arbeiten, Präsentationen. Alles mit Note. Viel, anstrengend, und doch finde ich jeden Morgen ein bisschen Lust, in die Schule zu gehen. Auch wenn ich dank nächtlichem Lernen nicht auch noch die Zeit finde, Tagebuch oder gar Blog zu schreiben. Nicht mal zum Lesen habe ich Zeit. “In den Ferien”, denke ich… Und jetzt sind die Ferien da. Ich habe mit einem Durchschnitt von 6,3 Tercero Medio abgeschlossen, jede Hausaufgabe, jede Arbeit, jede Prüfung und jede Präsentation mitgemacht und bin unglaublich stolz.

Mehr als das kann ich am Ende dieses Jahres, 2013, aber sagen, dass ich mich als Person nicht verändert, sondern entwickelt habe. Ich bin lockerer, selbstständiger, selbstsicherer und auch liebevoller geworden, im Sinne des chilenischen cariño.

Und sprachlich ist es mir jetzt endlich möglich, die Späße zu verstehen, ich kenne dank meiner Familie einige Redewendungen. Ich kann endlich wieder Ironie und Sarkasmus benutzen – mein Vater dachte schon, ich wäre eine ernste Person und wäre erst in Chile lustiger geworden. Ich denke schon seit einiger Zeit auf Spanisch, jetzt aber eher auf Chilenisch. Das Chilenische ist deutlich anders als das spanische Spanisch, mit seinen ganzen Modismos, verschluckten “s” und der schnellen Aussprache. Außerdem habe ich mir auch das Chilote angewöhnt – Jueeeeeeeeeeeeeeee (Jesús, María y José)…

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr, da drüben fehlen ja nur noch nur noch eineinhalb Stunden bis die Silvesterböller 2014 ankündigen… Bald kommt ein Bericht über Weihnachten und Silvester und einen typischen Tag auf Chiloé.

Liebe Grüße

Kara

Wundervolle Weihnachtszeit

Die Weihnachtszeit in Dänemark ist wundervoll.

Unser Haus versank seit Ende November in all dem Weihnachtsnippes, an jeder Ecke in Odense war Weihnachtsbeleuchtung angebracht,

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Fußgängerzone von Odense.

im Park „Konges Have“ vor dem „Odense Schloss“ wurden bis zu Weihnachten jeden Abend 1000 Fackeln angezündet,

Die Fackeln im Park vorm Schloss (Ich weiß, dass es nicht die Beste Qualität ist.)

jeden Tag zum Adventskalender im Fernsehen Æbleskiver, Pfeffernüsse oder eine andere weihnachtliche Süßigkeit essen und die meiner Meinung nach doch sehr entspannte (Ich finde in Deutschland ist die immer sehr hektisch, weil man noch Geschenke besorgen muss und hier noch was machen und da noch was machen und hier ist es irgendwie nicht so.) Weihnachtszeit hier in Dänemark genießen.

Adventszeit

Wie schon gesagt war pünktlich zum 1. Advent alles geschmückt. In Massen. Sogar im Badezimmer saß ein kleiner Weihnachtsmann. Weil ich am Abend als alles dekoriert wurde bei einer Freundin war bin ich erst aus dem Grinsen nicht mehr raugekommen, weil ich an jeder Ecke mehr Deko gefunden habe.
Wir haben hier eine Menge „Adventskalender“ bzw. Dinge/Rituale mit denen man zu Weihnachten runterzählt:
Einmal einen aus Schokolade wie ihn wahrscheinlich auch die meisten in Deutschland zu Hause haben.
Dann haben wir eine „Kalenderlys“ also eine Kerze mit Zahlen drauf, allerdings klappt das mit dem jeden Tag einen Tag abbrennen nicht ganz so gut, weshalb man dann vor Weihnachten etwas in Stress verfällt, wenn am 22. laut der Kerze immer noch der 14. ist.

Unsere Kalenderlys

Das nächste sind die Adventskalender (Dieses Jahr waren es zwei.) im Fernsehen. Es ist jeweils eine Geschichte die um/zu Weihnachten spielt, die in 24 Teile aufgeteilt wird. Eigentlich sind es kinderfreundliche Geschichten und auch nicht so spannend oder so, aber bei mir wurde sogar in der Schule manchmal darüber gesprochen was in der Folge gestern passiert ist.
Die „Adventsgeschenke“. Man bekommt hier jede Adventssonntag zum Frühstück ein kleines Geschenk.
Genauso wie in Deutschland haben wir auch einen Adventskranz. Eigentlich werden die Kerzen auch traditionell in allen vier “Ecken” platziert, aber mein Bruder hat sich dieses Jahr mal kreativ ausgetobt.

Unser Adventskranz

Und dann zu guter Letzt die Weihnachtssocke; in der man fast jeden Tag etwas Süßes findet.

Die Weihnachtssocken von mir und meinen Brüdern.

Weihnachtsfeiern

Dann als nächstes gehören Weihnachtsfeiern (Julefrokost) mit zur dänischen Kultur.
Bei mir an der Schule (Ich weiß nicht, ob dass nur meine war oder ob man das für ganz Dänemark sagen kann.) hat jede Klasse sich für Donnerstagabend (also die Nacht vorm letzten Schultag) eine eigene Weihnachtsfeier  privat organisiert. Zu einer typischen dänischen Weihnachtsfeier gehören auf jeden Fall das Essen – Flæskesteg (Schweinebraten), Medister (eine bestimmte Art Wurst), Tarteletts mit Huhn und Spargel, Backfisch, Leberpastete mit Speck und Pilzen, braune (gezuckerte) Kartoffeln und Rotkohl und das alles (mal von den Tartelettes abgesehen) wird mit Rugbrød (dänisches Schwarzbrot) gegessen. – und dann noch Snaps und Julebrygg (Weihnachtsbier).

Heiligabend

Weihnachten wird in Dänemark auch am 24. Dezember gefeiert, man geht nachmittags in die Kirche und auch die Geschenke werden am 24. abends ausgepackt.
Mein Weihnachten:
Am Abend des 23. sind wir zu meinem Gastonkel gefahren, wo wir die kompletten Weihnachtsfeiertage verbracht haben.
Am 24. haben wir schon morgens angefangen das Essen vorzubereiten. Das Weihnachtsessen ist hier sehr traditionell und man kann sich sicher sein, dass ganz Dänemark um 6 Uhr abends am Tisch sitzt und jeder das Gleiche isst. Das Weihnachtsessen ist Schweinebraten und/oder Gans/Ente, Medister, weiße (ganz normale, gekochte) Kartoffeln, braune Kartoffeln (in Zucker und Butter gebratene Glaskartoffeln), Rotkohl und gesalzene Chips (ich bin mir nicht ganz sicher wie das da mit reinpasst).
Am Nachmittag sind wir in die Kirche gefahren und haben die Weihnachtsmesse besucht. Die Kirche war proppenvoll, allerdings ist das auch der einzige Tag im Jahr an dem die meisten Dänen in die Kirche gehen, obwohl sie beinahe alle Mitglieder der Folkekirke (die evangelische Kirche Dänemarks) sind.
Wieder zu Hause wurde das Essen weiter gekocht, die Disney Weihnachtsshow geguckt und uns noch den Rest des Adventskalenders angesehen und dann wie schon gesagt um 6 Uhr abends gegessen.
Nach dem Essen sind wir um den Weihnachtsbaum getanzt

Unser Weihnachtsbaum (Hier werden die Geschenke schon vor dem Heiligabend runtergelegt.)

Der Weihnachtsbaum von Freuden, den ich hier eigentlich nur mit reingenommen habe, weil er wie auch viele andere Bäume hier mit dänischen Flaggen geschmückt wurde. Das jemand die Flagge an den Baum hängt hätte ich mir in Deutschland nie vorstellen können.

und haben Weihnachtslieder gesungen.

Et barn er født i Betlehem

Dejlig er den himmel blå

Dejlig er jorden

Søren Banjomus

Danach war die Bescherung, die im wahrsten Sinne des Wortes Stunden gedauert hat.

Noch zwei Weihnachtslieder, die mir immer wieder über den Weg gelaufen sind, aber nicht traditionell sind (glaube ich).

Jul i Angora

Jesus og Josefine

*hust

Ein Datum das so tief mit Erinnerung verknüpft ist -verbunden- ein Tag heute an dem es mir unheimlich schwer fällt, ihm eben genau diesem Anlass zuzuordnen und ein Monat der einfach so gar nicht ins Muster vergangener Jahre passen will.

– Dezember, also kalt, Schnee, Vorweihnachtszeit, Vorfreude – * hust

im nachhinein ist auch dieser Monat wieder einer der so unheimlich schnell vorüber gezogen ist – natürlich ein bisschen was kommt noch, aber 7  Tage intensiv?! Ich weiß ja nicht. Nichtsdestotrotz verbinde Ich aber auch diesen Monat mit unheimlich schönen Momenten, dass wird einem beim “so drüber nachdenken” erst bewusst.

– Gefühlte 2 Tage Schnee im Dezember habe ich wie ich finde wirklich genutzt bzw. ausgenutzt – ok… die 3 Stunden die ich draußen in der kälte in meinen Schneemann “investiert” habe, im Rückblick auf den Regen am nächsten Tag -vielleicht fehlplatziert 😀

– Deutsche Plätzchen – in aller Vielfalt und estnischer “Piparkook”/ Pfefferkuchen  – “Vielfältig” * kann ich wieder nur Husten – schmeckt aber gut und vermutlich bin ich in diesem Punkt einfach nur verwöhnt

Anmerkung am Rande: “Dieser Moment gerade, ich sitze auf der Couch, meine Eltern außer Haus, meine Geschwister eingepfercht in ihren Zimmern und ich höre estnische Musik und drücke auf “repeat”, hat nüchtern betrachtet schon etwas bedrückendes 😀 – wie bringt ihr euch den in Weihnachtsstimmung?! 😛 –

-auf einem Konzert war ich auch diesen Monat, von besagtem Musiker. Außerdem war ich mit Freunden in einer Art “Indoor Kletterpark”  – lustig, lustig auch wenn dir in einer einminütigen Introduction gesagt wird, beim klettern, trotz Ausrüstung nur zu etwa 50 Prozent abgesichert zu sein. – na dann – seriously?! –

– auch mein,, extra aus Deutschland eingeflogener Adventsakallender, hat mich nur bedingt in Stimmung gebracht. – Praktisch soll das schon funktioniert haben, theoretisch allerdings – “mir will das Grinsen meines Bruders einfach nicht aus dem Kopf, nachdem ich, bemüht die einzelnen Türchen zu öffnen, lediglich auf  “ohne dich ist alles doof- Schäfchen” blicken darf, die den leeren Türchen glanz verleihen sollen :D”.

Inzwischen – Ich sitze in der Küche, die CD habe ich mittlerweile gewechselt und meine Mutter ist am Kochen. Ganz traditional gibt es heute Blutwurst, Sauerkraut, und * andere “Köstlichkeiten” * ich kriege hier gleich nen totalen Hustanfall

Später feiern wir zusamen mit unseren Großeltern, wir haben einen Baum, Essen, Geschenke und rote Weihnachtsmützen. Ich wünsche frohe Weihnachten auf deutsch und häid j6ule weil das mit der neue Sprache eigentlich ganz gut klappt!!!

Außerdem einen großartigen Rutsch ins neue Jahr – und es wird einfach großartig werden. 4 Monate Estland die ich jetzt schon so keineswegs missen möchte, eine neue Familie, ein zweites Zuhause, neue freunde, eine unglaubliche Zeit – und alles wird noch so viel besser werden -,

Nicolas

 

Zwischenmenschliches (& eine Menge Bilder)

” Ein Austauschjahr ist wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Zuerst will man unbedingt damit fahren und ist sehr fasziniert von der Vorstellung, dann geht es schnell. Man muss einsteigen und dann kommen die ersten mulmigen Gefühle. Dann gibt es Hochs und Tiefs. Aber es wechselt dann sehr schnell. Am Ende ist man ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, ein bisschen stolz, dass man es überlebt hat, erfreut wieder festen Boden unter den Füßen zu haben und eigentlich würde man am liebten sitzen bleiben und noch mal fahren “
(Nachdem die letzten beiden Eintrage so gut wie nur aus Text bestanden, habe ich mir gedacht nun einmal eine kleine “Fotostrecke” zu posten, damit ihr ein paar klitzekleine Einblicke in mein Leben habt)
(Ganz links mein Bruder,mit seiner Tochter – daneben ich- im Hintergrund meine Schwester und die Frau meines Bruders – ganz rechts der Freund und der Sohn meiner Schwester)
(Straße gegenüber meiner Schule)
(Boot in meinem Stadtteil mit Blick auf den anderen Stadtteil :D)
(Itacaré)
(Kakao)
(Strand von Itacaré)
(Ausblick von meiner Schule)
(American Parcs Riesenrad)
(wunderschöne Krabben in Itacré & ganz viele davon!)
(November am Strand)
(Riesenstrohhüte in der Stadt, mit denen man für 3 Reais ein Foto machen kann)
(unsere Schildkröte Lilly)

Vier Monate.. Tut mir leid fuer Wiederholungen :)

Meine Gastfamilie ist echt so  toll. Die sind einfach nur unglaublich und ich bin ihnen dankbar fuer alles das sie fuer mich gemacht haben. Sie helfen mir auch immer wenn ich Heimweh habe und so. Meine Gastmutter und ich ‘zanken’ uns zwar manchmal aber wir verstehen uns richtig gut! Also denke ich zumindestens 🙂
Stuart hat im Moment Ferien und ist zu Hause, was richtig cool ist weil er ziemlich witzig wird und es deshalb nie langweilig wird. Leider geht er im Januar fuer drei Monate mit einer College Klasse nach Guatemala.
Schule ist immer noch irgendwie Schule 🙂 Aber es macht schon mehr Spass als in Deutschland. Dadurch dass man jedes Fach jeden Tag hat, kann man viel mehr in die Faecher reingehen und kann vioel mehr behalten auch wenn es manchmal ein bisschen eintoenig ist. Ich habe ein paar Faecher wie College in school English, Trig/Pre Calc und Government die ich gerne mag. Die anderen sind so naja. Ich werde nach dem Semester das Mitte Januar vorbei ist, French 2 (was der hoechste Franzoesischkurs ist) fuer American History und fuer Gebaerdensprache (was ich echt hasse) noch ein Englisch kurs. Wahrscheinlich nehme ich auch zum Spass German. Meine noten sind alle A oder A- ausser Englisch weil das echt sehr hart ist.
 Aber Schule wird besonders dadurch gut, dass man eigentlich die ganze Zeit in der Schule ist. In der Musicalzeit war ich nicht selten von 8 bis 22 Uhr in der Schule. Und so machen das viele Leute. Man isst in der Schule, schlaeft, mach seine Hausaufgabem, macht Sportarten und trifft seine Freunde. Die Sportarten verbinden auch die Leute. An Spieltagen ziehen sich die Leute in den Schulfarben oder die Spieler ziehen sich schick an. Es ist echt toll wie die Schueler sich gegenseitig unterstuetzen! Egal ob es Football, das Musical oder Math League ist. Ich bin jetzt nicht in so vielen Sachen aber immerhin math League und den Plays!
Die Lehrer hier sind auch besonders toll. Meine Englischlehrerin sowie Theaterdirektorin, Mrs Ebnet, hat mir so viel in so kurzer Zeit beigebracht und mein Mathelehrer, Mr. Stenberg, ist der erste Lehrer (ausser meinem Papa) der mir Mathe wirklich erklaeren und ist auch noch total witzig. Die lehrer sind hier auch sehr viel privater und sind auch mehr Freunde was mir sehr gut gefaellt.
Freunde habe ich auch schon ein paar. Wobei man manchmal nicht wiess ob das Leute sind mit denen mal redet oder so richtige Freunde. Besonders gut verstehe ich mich mit Sadie, Sho und Manuela (den Austauschschuelern aus Brasilien und Japan), und Manuelas Gastgeschwister Bailey und Laney, aber da sind noch sehr viel andere Leute, aber das ware mir jetzt zu kompliziert zu erklaren wer die sind so. Aber ich merke auch wie viel ich schon mutiger gewordn bin und mittlerwile rede ich auch schon viel mehr mit Leuten!
Die besten Freunde habe ich eigentlich beim Musical kennengelernt und die sind alle total, wenn ich zum Beispiel mal Probleme mit Verstandiging habe…
Jetzt zum farmleben. Im Sommer und Herbst war es einfach nur wundervoll. Wir hatten Schweine, die jetzt richtig leckeres Fleisch sind und Huehner, um die wir uns immer noch kuemmern, unf um die habe ich mich eigentlich alleine gekuemmert. Dann haben wir noch sehr viele Kuehe, die ich einfach nur liebe!. Als ich hier war, sind mehr als 7 Kaelbchen geboren und es war einfach nur suess! Ich bin oft mit Tony, meinem Gastvater, zu den Kuehen gefahren und durfte sie auch manchmal mit Heubaellen fuettern. Das war echt cool, weil man in so einer art minitraktor, oder Bobcat, drinsitzt und damit diese richtig schweren Baelle heb und sie rumfaehrt. Auch die Apfelernte war cool, und die Aepfel sind die besten Aepfel der Wlet, ich wuenschte ich koennte euch allen welche schicken! Jetzt wo es so -25 Grad und wir einen halben meter Schnee haben ist es eher nervig, aber was soll man machen?! ich bin echt eingrosser Fan vom Landleben geworden und habe auch schon mein eigenes Meer und so 😉
Jetzt zu einem Tollen Teil: Dem Musical. Es geht um ein schottisches Dorf das nur alle hundert Jahre fuer einen tag erscheint. Sie leben praktisch noch im 16. jahrhundert. Dann wird das Dorf von zwei New Yorkern entdeckt und einer verliebt sich in eins der Maedchen. Die zwei oder drei Monate waren unglaublic, die Leute sind einfach unglaublic. Es war ein Community Muscial, das heisst das auch Erwachsene mitgemacht haben und es war so toll. Ich habe Sachen gemacht und sie zu lieben gelernt vor denen ich vorher Ansgt hatte wie Schauspieler, Tanzen und Singen. Auch habe ich viel am Set mitgearbeitet. Am Ende war dann alle diese Zeit investiert: Und dann kamen die Auffuehrungen. Es war einfach genial. Wir waren mit unsern coolen schottischen Kostuemen und Stage Make Up auf der Buehne und der Vorhang wurde geoeffnet und es wra mega. Und wenn man dann Applaus bekommt und Standing Ovations ist einfach nur toll! Nach jeder Auffuehrung haben wir uns aufgestellt und uns wurde gratuliet. Es war so unglaublich!
Es war eine richtig tolle Zeit und ich habe sehr viel gelernt, obwol ich noch nicht mal alleine geredet habe oder so… Es war einfach nur toll!
Als naechstes steht jetzt One Act an. Das ist eine Art Theater Wettbewerb bei dem ein Stueck auf 35 Minuten gekuerzt werden und man muss das Set in 10 Minuten an verschiedenen Orten aufbauen. Das heisst man packt das ganze Set ein und reist zu anderen Schulen und tritt gegeneinander an. Ich kann leider nicht mitmachen, weil ich ein Direct Placement habe, aber ich bin Student Director und Stage Manager, dass heisst ich organisiere sehr viel und bin sowas wie die Asiistentin von der Regisseurin.
Wir haben das Stueck ‘And they dance real slow in Jackson’. Es geht um ein geistig behindertes Maedchen die mehr oder weniger an den Rollstuhl gefesselt ist. SIe lebt in Amerika in den 1950s. Es springt oft zwischen ihrer Kindheit, wenn sie 15, 18 und 24 Jahre alt ist. Und dann gibt es Szenen mit Stimmen in ihrem Kopf ist. Es ist sehr intensiv und echt beruhrend und es macht einen nachdenklich. Es macht echt Spass und wir gewinnen 🙂
Auch habe ich hier sehr viel ueber Politik gelernt: Mein Gastvater nimmt mich oft zu politischen Veranstaltungen mit und meistens ist es auch sehr interessant. Ich habe schon beide Senatoren von Minnesota getroffen. Es ist echt cool. ich lerne sehr viel.