JV Championship, Schwimmbankett, Halloween und Thanksgiving

Es gibt viel Neues zu berichten (:

In der Woche vor Halloween bin ich mit ein paar Freunden zu einem Corn Maze gefahren, einem Maislabyrinth. Als wir dort ankamen, war es schon stockdunkel und gut vorbereitet wie wir waren, hatten wir natürlich keine Taschenlampen mit, aber unsere Handys haben letztendlich auch geholfen. Es war jedenfalls ein sehr lustiger Abend und es hat viel Spaß gemacht, den Weg aus dem Labyrinth heraus zu suchen (:
Am Sonntag darauf haben wir Kürbisse ausgehöhlt – das macht ziemlich viel Arbeit (und auch eine riesige Sauerei), aber es hat auch gleichzeitig viel Spaß gemacht. Hier ein Bild von meinen Kreationen:

Im Maislabyrinth (:

Am 31.10. bin ich mit ein paar Freunden in der Nachbarschaft „Trick or Treating“ gegangen, eine sehr amerikanische Erfahrung! Besonders cool waren die ganzen Halloween Dekorationen und das so ziemlich alle in der Nachbarschaft auf „Trick or Treater“ vorbereitet waren und es viele Süßigkeiten gab (:

Der 1.11. war für mich ein besonderer Tag – und vielleicht auch der Beste, den ich bisher hatte. Es war mein letztes Schwimmeet und zwar die „JV (Junior Varsity) Championship“. Alle Junior Varsity Schwimmer (Varsity sind die Profis und Junior Varsity alles darunter) von den Schulen, gegen die wir die ganze Saison über einzeln angetreten sind, sind zu unserem Pool gekommen und wir sind alle gegeneinander angetreten. Das war einfach unglaublich! Es wurde wie wild angefeuert und jeder hat sein Bestes gegeben. Das Meet war außerdem das längste überhaupt – es ging fünf Stunden lang, weil es einfach so viele Schwimmer waren. Der Wettkampf lief für mich sehr gut und ich bin noch einmal Bestzeiten geschwommen (: Vor allem mein 100 yards Freistil Event lief sehr gut – mein Gastvater hat mir später erzählt, dass ich noch die nächsten 2 Durchgänge mit meiner Zeit gewonnen hätte. (In jedem Event gibt es mehrere Durchgänge (sog. „Heats“). Im ersten Durchgang schwimmen die Leute mit den langsamsten Zeiten, im letzten dann die mit den schnellsten Zeiten)

Letzte Woche nach den Distrikt– und Staatwettkämpfen im Schwimmen hatten wir dann auch ein Schwimmbankett. Das ganze Team ist noch einmal zusammengekommen und unsere Coaches haben zu jedem Einzelnen etwas gesagt (das fand ich persönlich sehr schön, dass sie über alle 59! Leute geredet haben). Dann wurden auch noch Awards vergeben. Und ich war ganz schön baff, als ich auch einen Award bekommen habe: Meine Teammitglieder haben bei der Wahl für den „JV Most Inspirational“ (= meist inspirierender Junior Varsity Schwimmer) für mich gestimmt. Ich habe mich sehr darüber gefreut und es hat mir noch einmal gezeigt, wie gut die Entscheidung war im Schwimmteam mitzumachen.

Am Donnerstag habe ich dann meinen ersten richtigen amerikanischen Holiday erlebt: Thanksgiving. Meine Gastfamilie und ich haben schon am Tag vorher angefangen die Pies zu machen und andere Dinge vorzubereiten. Wir haben ganz traditionell Pumpkin Pie gemacht, dann aber auch noch Pumpkin-Cheesecake und Pumpkin-Ice Cream Pie. Obwohl ich kein großer Fan vom Kürbisgeschmack bin, haben mir die Kuchen echt gut geschmeckt (: Am Thanksgiving Day ist dann die ganze Familie zu uns gekommen und wir sind zusammen gesessen, haben Karten gespielt, geredet und natürlich gegessen! Es gab Turkey, Stuffing, Gravy, Cranberry Sauce und Sweet Potato Casserole (Süßkartoffelauflauf mit braunem Zucker und Marshmallows – eine typische Beilage zum Turkey) – und das war nur ein Ausschnitt von der Auswahl (:

Mit einer Freundin war ich dann auch ein wenig Black Friday shoppen und es gab wirklich viele gute Deals, aber die Haupteinkaufszeit (von ca. 24.00-8.00 Uhr), in der die Geschäfte einfach nur überfüllt sind und alle sich um die Sachen reißen, haben wir verpasst; wir sind erst um 10.00 Uhr losgezogen. Danach waren wir in einem Hotel, in dem es eine Art „Gingerbread“ (=Lebkuchen) Ausstellung gab. Dort waren kleine Städte, ein Schiff und mehr nur aus Lebkuchen und anderen Süßigkeiten aufgebaut. Direkt nach Thanksgiving wird hier nämlich alles schon für Weihnachten vorbereitet und geschmückt.

So, das war alles, was ich in dem letzten Monat so erlebt habe, zusammengefasst.

Bis bald,

Sarah

P.S. Danke an alle, die meine Blogeinträge kommentieren. Ich lese mir die Kommentare immer durch und freue mich sehr, dass ihr meinen Blog und meine Erlebnisse verfolgt (:

Snø

Hallo : ) ich weiß der letze Eintrag ist schon sehr sehr sehr lange her, aber es ist echt viel passiert..

Ich habe vor kurzem meine erste “heldagsprøve” im Fach Norwegisch geschrieben, das heißt man schreibt den ganzen Tag eine Prüfung.. 5 STUNDEN lang.

Dann war ich vorletztes Wochenende in Hafjell das ist in der nähe von Lillehammer. Dort bin ich dann das erste mal Ski gefahren also Langlauf.. : )

Hier ein paar Bilder ->

 

Letztes Wochenende war ich dann nochmal mit Magdalena in Oslo und dort haben wir dann nochmal den Schrei gesehen, sogar mit einem Foto diesmal.

Die letzen Tage habe ich die letzten Weihnachtsgeschenke für meine Familie Zuhause gekauft : D und heute hat es auch angefangen hier zu schneien.

Montagabend geht es mit der Klasse ins Theater “HEDDA GABLER”. Und Dienstag werde ich mir dann mal Catching Fire angucken gehen. Und bald stehen dann schon wieder “heldagsprøven” in Mathe und Englisch an. Das heißt dieses Wochenende wird dann wohl mal geübt.

Bis demnächst mal : )

BeautYFUl South Africa

 

 

 

Hip Hip Hurra der Sommer kommt!
Nachdem es vor einigen Wochen noch Fruhlingshaft Frisch war, kann man jetzt langsam merken, dass der Sommer kommt. Das merkt man daran, dass man morgens um 5:30 Uhr schon schoenen blaunen Himmel und Sonne hat, dass die Schuluniform auf den Rock statt der Hose umgestiegen ist und dass es gerne nachmittags mal kraftigt regnet und manchmal auch Gewittert (typisches Joburg Wetter!). Jetzt bin ich doch sehr dankbar, dass das Haus kuhl ist wenn man aus der Schule kommt.

Die letzten 2 Wochen hatte ich Exams, die in Sudafrika immer am Ende des Terms (insgesamt 3 Terms) sind. In fast allen Fachern schreibt man also 2 Exams, die fur das Endabschlusszeugnis super wichtig sind.  Wahrend dieser Zeit dreht sich alles nur ums lernen und wenn man nicht schreibt, bleibt man entweder zu Hause und lernt oder lernt in der Schule im Mediacenter. Fur mich war es super komisch so viel Druck wegen Schularbeiten zu haben, da hier alles auf einmal kommt und in Deutschland alles uber das Jahr verteilt ist. Dennoch (ok lass mal Bio und Mathe aus dem Spiel) waren die Exams glaube ich ganz gut. Jetzt bin ich fertig mit diesem Schuljahr und somit mit Grade 10, das ging ganz schon schnell!

Vor einiger Zeit war der “YFU Family Day” in Pretoria, wo wir uns bei einem Swimming-Pool getroffen haben und dort gemeinsam ein Picknick veranstaltet haben. Hierbei kann ich sagen, dass YFU SA super cool ist und jeder Ausflug Spass macht!
Ausserdem war ich Weihnachtsgeschenke fur meine Familie und Freunde in Deutschland shoppen auf einem typischen Sudafrikanischen-Craft-Mark, wo Dinge wie Leder und traditionelle Kleidung verkauft warden, aber auch Souvenirs fur Touris.

 Nach dem Maria (in Ecudor- auch Bloggerin bei YFU mit einem tollen Blog!) mich gefragt hat ob ich vielleicht mal uber die sudafrikanische Sicherheit schreiben kann, mache ich das doch gernen. Also ich lebe in Johannesburg (das ja in vielen Augen eine der gefahrlichsten Stadte der Welt ist), aber in einem judischen Viertel, das recht ruhig ist. Dennoch kann ich den Unterschied zwischen Deutschland und Sudafrika deutlich spuren. Selbst tagsuber darf ich nicht alleine zu den Shops laufen, sondern muss immer mit meiner Gastschwester gehen und wir mussen unbedingt bevor es dunkel ist zuruck sein. Ausserdem erzahlen mir hier viele wie sie zum Beispiel schonmal ausgeraubt wurden, was in Deutschland eine riesige Geschichte ware, gehort hier “zum Alltag”. Mir ist hier noch nichts schlimmeres passiert, als auf der Strasse von Mannern angebaggert worden zu sein, doch das ist normal und unvermeidbar. Regel Nummer 1: wenn jemand dich anspricht, den du nicht kennst,  einfach weiter gehen. Naturlich sollte man nicht zeigen, dass man Geld hat und wenn ich zum Beispiel alleine mit meiner Gastschwester unterwegs bin habe ich immer einen Rucksack dabei, wo ich meine Wertgegenstande reinpacke, wenn ich sie mit habe und trage nicht die beste Kleidung die ich habe. Ich denke, man kann sagen, dass Sudafrika gefahrlicher ist als Deutschland, aber man sollte keine grosse Angst haben. Letztendlich ist es auch Einstellungssache, meine Gastmutter zum Beispiel findet es zum aufregen, wenn man sagt, dass Joburg gefahrlicher ist als sonstwo den Crime kann uberall auf der welt vorkommen.

Bald geht es auf nach Cape Town (8 Tage!) worauf ich mich schon super freue, dann gibt es auch wieder einen langeren Bericht!

Bis dahin liebe Gruesse,
Eure Lea

Dschungelreise – el viaje al oriente!

Drückende Hitze, feuchte Kleidung, überall Grün, der Geruch nach feuchter Natur, Regen, knallende Sonne, bunte Blüten, traumhafte Landschaft, egal wohin man schaut, Affen, Insekten, ein Traum..

Ich bin wieder da und hinter mir liegen ein paar Tage Dschungel, ein paar Tage Abenteuer, ein paar Tage Glück. Denn diese Reise in den Dschungel war spannend, erlebnisreich, aber auch anstrengend.

Alles begann mit der Busfahrt von Machala nach Quito. Wir fuhren den ganzen Tag (12 Stunden) und waren alle froh, als wir abends endlich in Quito ankamen und viele bekannte Gesichter trafen. Am nächsten Morgen fuhren wir alle gemeinsam in Richtung Regenwald. Als wir ausstiegen, am Ufer des “Rio Napo” überkam uns zunächst eine drückende Hitze. Doch viel wichtiger war die traumhafte Kulisse, in der wir uns plötzlich befanden. Endloses Grün, dazwischen schlängelt sich der Fluss durch die Landschaft, auf wessen Oberfläche die Sonne glitzert. Doch für großes Staunen blieb keine Zeit, denn wir mussten gleich unser Gepäck auf kleine Boote laden, die uns zum Hotel bringen sollten.

So sah das Ufer aus, an dem wir ankamen. Diese Holzboote brachten uns samt Gepäck zum Hotel.

Das Hotel befand sich ein Stück flussaufwärts auf der anderen Uferseite. Es erschien uns allen wie eine Oase und das Mittagessen, welches uns gleich nach der Ankunft in Form eines Buffets serviert wurde, sorgte für viele große Augen. Alle Austauschschüler sind es seit 3 Monaten gewöhnt, jeden Tag Reis zu Essen und so sorgte die große Auswahl an Salaten, Nachtisch, Gemüse, Fleisch und Beilagen einfach für sehr viele glückliche Gesichter und übervolle Mägen. Den restlichen Tag verbrachten wir im Hotelpool oder in den zimmereigenen Hängematten.

Die schöne Hängematte auf unserem Balkon mit wunderschöner Aussicht auf den Fluss.

Am nächsten Morgen, nachdem wir mit Pfannkuchen, jeder Menge Früchten und richtigem Müsli versorgt waren, fuhren wir mit den Booten in ein Reservat. Dort machten wir eine dreistündige Tour durch den Regenwald, ab und zu wurden uns Pflanzen und Tiere erklärt und alle bestaunten die tolle Kulisse. Es war wirklich interessant, aber auch sehr anstrengend, da es furchtbar heiß und sehr feucht war.





Wir wurden dann zum Flussufer gefahren, wo bereits gebaute Floße auf uns warteten. Zu zwölft nahmen wir dann Platz und durften uns dann den Dschungelfluss bis zum Hotel treiben lassen, was aufgrund der großen Hitze wirklich eine tolle Abkühlung war.

Abends konnten wir noch ins Dorf hinter dem Hotel gehen, ein bisschen die Landschaft erkunden oder einfach in der Hängematte entspannen.

Ich habe so eine Fülle an Grün wirklich noch nie gesehen und finde, der Regenwald hier ist ganz anders als Wälder, die man eben sonst so kennt. Teilweise kann man keine 5m weit blicken, so viele Bäume und Pflanzen gibt es. Selbst wenn man nach oben blickt, erstreckt sich über einem ein riesiges Dach aus Blättern, Blüten und Grün und ab und zu verirren sich Sonnenstrahlen durch das Blätterdach, die dann alles zum Leuchten bringen. Es ist einfach schön.

Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Boot zu einer Art Auffangsstation für Tiere mitten im Wald. Dort sahen wir Papageien, Wasserschweine, Affen und vieles mehr, leider nur hinter Gittern, was schade war. Auf dem Weg dorthin bekamen wir jedoch einen Affen in freier Natur zu sehen, der sich über uns durch die Bäume bewegte, was natürlich alle dazu brachte, sofort die Kamera zu zücken. Die Auffangsstation war sehr interessant und man sah viele Tiere, die wir sonst im Wald wohl nicht gesehen hätten.




Auch diesmal kamen wir wieder über den Fluss zurück zum Hotel, in großen Gummi-Schwimmreifen konnten wir uns auf dem Fluss zurücktreiben lassen. Das hat natürlich richtig viel Spaß gemacht und uns allen einen heftigen Sonnenbrand eingebracht.
Nachmittags waren wir dann in einem Schmetterlingshaus, in dem es eine Vielzahl an bunten, schönen Schmetterlingen gab. Die Fotos lade ich in einem separaten Blogeintrag hoch, da es zu viele sind. Man konnte dann noch ein paar Souvenirs aus dem Dschungel kaufen, sowas wie Blasrohre, Messer oder Schmuck und den Rest des Abends nach Belieben im Hotel oder im Dorf verbringen.

Die Reise war, wie schon erwähnt, einfach wunderbar. Ich hatte keine Vorstellung, wie der Regenwald aussieht und werde all diese Dinge, die ich auf dieser Reise, gesehen und erlebt habe, wohl nie wieder in dieser Form erleben. Diese Natur ist einzigartig und wenn man sie mal gesehen hat, dann versteht man irgendwie, warum es so unheimlich wichtig ist, sie zu schützen. Mir hat die Reise viel gebracht, viele neue Eindrücke, viel Wissenswertes und viele schöne Erlebnisse. Außerdem habe ich ein bisschen entspannt, denn ein Austauschjahr ist anstrengender, als man denkt.

Mit diesen Worten beende ich diesen Blogpost und wenn noch irgendwelche Fragen aufkommen, bin ich gerne bereit, sie zu beantworten.

Die Schmetterlingsbilder folgen im nächsten Post,
bis bald, eure Maria.