2 Monate!

Hallo zuruck aus Sudafrika,

2 Monate hab ich jetzt vollbracht und das Leben, das mir anfangs noch so fremd und unwirklich vorkam, wird immer mehr zu meinem Leben. Seit gut einem Monat gehe ich jetzt in die Schule, an die Schuluniform hab ich mich langsam aber sicher gewohnt und meine ersten Test hab ich geschrieben. Ich gehe auf eine privat Schule und in die 10. Klasse. Im gegensatz zu den anderen Austauschschulern, mit denen ich mich ausgetauscht habe, finde ich den Unterrichtsstoff recht schwer, aber es ist schaffbar. In der Schule bin ich im Basketballteam und am Montag fange cih endlich wieder an Fussball ( spiele ich in Deutschland auch) zu spielen.

Vor 2 Wochen war ich im YFU Post-Arrival-Camp im Mpumalanga. Es war eine tolle Zeit und wunderschon alle wiederzusehen und neue Leute kennenzulernen. Wir haben im Bush gelebt, ziemlich ausserhalb von Middelburg in Comfort-Zelten. Es war super cool mal eine andere Seite von Sudafrika zu sehen, da ich bis jetzt noch nicht sehr viel aus Joburg rausgekommen bin.

An den Wochenenden gehen wir meistens in eine Mall, ins Fitnessstudio oder sind einfach zu Hause und chillen, gucken Fernsehn oder machen Hausaufgaben.

Ende November fahre ich mit YFU nach Cape Town, fur einen Trip mit anderen Austauschschulern, wodarauf ich mich super freue.
Vor ein paar Tagen war in Sudafrika Heritage Day. Ein Tag an dem man seine Kultur zeigt und zeigt, dass alle eine Gemeinschaft sind. In der Schule mussten die 10. Klassen die Assembly vorbereiten. Ich habe mit die Nationalhymne gesungen. Eigentlich hatte ich vor ein Dirndl zu besorgen, da das aber nciht geklappt hat, hab ich ein Pedi Outfit getragen.

Ich bin sehr glucklich, dass ich diesen Abenteuer erleben darf, auch wenn es immer mal wieder sehr schwer ist! 🙂

45 Tage Ungarn

Hey Leute,

jetzt gibt es auch mal wieder Neuigkeiten aus Ungarn 🙂

Ich bin jetzt seit genau 45 Tagen in Ungarn und ich verstehe mehr und mehr. Klar, die Sprache ist schwer und ich antworte den Leuten hier meistens auf Englisch oder Deutsch, aber ich verstehe so gut wie alles, was die Leute mir sagen. Ich spreche jetzt nicht vom Schulunterricht, da verstehe immer noch so gut wie nichts, aber manchmal verstehe ich so einzelne Worte, durch die ich mir dann erschließen kann, worüber der Lehrer überhaupt spricht. Meine Freunde hier in der Schule scheint es immer wieder zu überraschen, dass ich manches verstehe, was wiederrum mich überrascht – schließlich bin ich jetzt sechs Wochen hier! Zum Beispiel hatten Mittwoch nachmittag néptánc, also Volkstanz, das ist hier anscheinend verpflichtend, zumindest für die Schüler in meiner Jahrgangsstufe. Wir haben dann so verschiedene Rhythmusübungen gemacht, unter anderem ein ‘Klatschspiel’, das vielleicht einige von euch kennen: Erst mit beiden Händen auf die Oberschenkel, dann beide Hände zusammen klatschen, dann den rechten Daumen nach hinten und dann den linken Daumen nach hinten. Wenn man dann den rechten Daumen nach hinten macht sagt man seine eigene Zahl (die uns zugeteilt wurde) und beim linken Daumen die Zahl einer anderen Person. Wer sich dabei vertut, muss sich ans Ende der Reihe setzen, deshalb haben sich die Zahlen andauernd geändert. Jedes Mal, wenn sich die Zahlen wieder geändert haben, hat der Tanzlehrer neu abgezählt und bei mir jedes Mal die Anzahl der Finger die meiner Zahl entspricht, hochgehalten und die Zahl zuerst auf Ungarisch und dann auf Englisch gesagt. Das sind so diese Momente, in denen man sich denkt ‘Hey Leute, ich bin nur Austauschschülerin, ich bin nicht blöd!’, obwohl ich ja weiß, dass die Leute es nur lieb meinen 🙂 Ungarischer Volkstanz macht jedenfalls extrem viel Spaß, auch wenn ich das nicht so wirklich kann – aber hey, ich hatte ja auch erst zwei Stunden! Und ich bin nicht die einzige, die das nicht so richtig kann.

Die Schule gefällt mir immer noch ziemlich gut, obwohl ich nicht wirklich viel verstehe. Die Leute sind super nett, mir wird mit allem geholfen und ich hab auch Freunde gefunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird mein Stundenplan ein bisschen geändert, so dass ich in einen Englischkurs der 12. Klasse gehen kann, da das Niveau der Fremdsprachenstunden hier wirklich niedrig ist. Es gibt Leute in meiner Klasse, die für 6 Jahre Englisch gelernt haben und einem ein paar Gemüsesorten aufzählen können, das finde ich schon ziemlich beeindruckend. Ein paar lernen hier auch Deutsch, wir bringen uns dann gegenseitig ein bisschen Ungarisch/Deutsch bei und amüsieren uns über die Aussprachefehler der anderen 😀

Die Schule ist ähnlich wie in Deutschland, aber es gibt natürlich trotzdem ein paar Unterschiede. Zum Beispiel haben die Schüler hier viiiel mehr Respekt gegenüber den Lehrern. Hier würde niemand einfach so in den Unterricht reinrufen, außerdem werden Lehrer hier mit ‘Laudetur Jesus Christus’ (nur im Unterricht, weil ich auf ein katholisches Gymnasium gehe) und ‘Csókolom’ (auf dem Flur, vor der Schule usw.) begrüßt, vor allem letzteres ist eine eher förmliche Begrüßung. Außerdem lernen ungarische Schüler viel mehr und sie schreiben fast jeden Tag einen Test, manchmal wird auch jemand aufgerufen und abgefragt. Ich hab in Erdkunde schon 2 Einsen (was hier die schlechteste Note ist), weil einmal in meinem Buch kein Name drin stand und beim anderen Mal hatte ich mein Heft vergessen – die Lehrer sind hier auch strenger. Die Schüler haben hier ungefähr 20 Schulbücher und müssen alle selber kaufen, das geht ganz schön ins Geld, wenn man wie meine Gastfamilie zwei Kinder hat.

Szeged ist übrigens eine wunderschöne Stadt, es lohnt sich, sich die Stadt einfach mal anzuschauen. Wie manche von euch wissen, komm ich ja aus einer eher ländlichen Gegend, aber mal für ein Jahr in einer größeren Stadt zu leben, ist auch schön. Ich meine, hier gibt es Straßenbahnen – allein das ist schon ein Argument dafür! 😀 Außerdem ist die Stadt abends einfach wunderschön, weil sie hier noch gelbes Licht haben und keine LED-Lampen. Die Brücken über der Tisza sind auch beleuchtet, einfach schön. Mit meiner Gastfamilie komm ich auch klar, auch wenn ich sie nicht soo viel sehe, da ich die Nachmittage über einfach immer was zu tun hab – Schwimmtraining, Ungarischstunden, Flötenunterricht oder einfach ein Treffen mit meinen Freunden.

Das war’s wieder erstmal aus Ungarn, ich hoffe, es hat euch gefallen. Bis zum nächsten Mal: Sziasztok!

Linda

Kein Year abroad?! Ein Jahr im zweite zu Hause!

Ich bin jetzt schon eineinhalb Monate hier. Es ist kaum zu glauben aber wahr.

Die Zeit vergeht so schnell. Jeder Tag alleine kommt einem so lange vor und wenn man auf die letzte Woche zurück blickt fragt man sich nur wo die Zeit geblieben ist.

Nun zu meiner letzten Zeit:

Ich lebe mich von Tag zu Tag und Woche zu Woche besser ein!

Ich verstehe mehr im Unterricht und komme auch besser mit. Auch traue ich den Lehrern Fragen zu stellen, was die meisten Lehrer hier echt freut. Also wenn man Fragen stellt 🙂

Auch werde ich immer offener meinen Mitschülern gegenüber und rede viel mehr mit ihnen, weil ich nicht mehr so viel Angst wegen der Sprache. Auch hat es sehr geholfen, dass ich meinen Lunchtable gewechselt habe. Das klingt irgendwie ziemlich klischeehaft, dass man am richtigen Lunchtable sitzen muss, aber es stimmt. An meiner Schule ist es aber nicht so dass alle Footballer, alle Cheerleader und so zusammensitzen. Es ist einfach gemischt.

Auch haben vor einer Woche die Musicalproben angefangen. Es ist ein Community Musical, das heißt das auch viele Erwachsene aus dem Ort mitmachen. Daher fängt das Musical erst um 18 Uhr an. Ich habe also mehr als eineinhalb Stunden Pause zwischen Schule und Probe. Ich gehe entweder mit einer Freundin nach Hause oder ich bleibe in der Schule und mache meine Hausaufgaben. Ich selber kann nicht nach Hause weil der Schulbus so 2 Stunden brauchen würde und meine Gastmutter mich nicht immer abholen kann.

Die Musicalproben gehen, wenn es nur ums singen geht meistens bis 20/21 Uhr, wenn wir Tanzproben haben auch manchmal bis 22 Ihr oder länger. Es ist sehr hart und lang, aber es macht einfach nur unglaublich viel Spaß. Ich hätte niemals gedacht, dass ich das mal mache und jetzt mache ich es jeden Tag.

Die Hausaufgaben sind immer noch viel, aber ich lerne es mir besser einzuteilen. Zum Beispiel, dass ich ein paar Sachen in meiner Study Hall mache und nicht alles zu Hause oder vor der Musicalprobe.

Ich liebe das Landleben sehr, auch wenn man früher aufstehen muss, oder es stinkt wenn man die Schweine sauber machen muss. Seit Kurzem hat auch die Apfelernte begonnen. Auch das macht Spaß ist aber natürlich auch anstrengend.

Morgen gehe ich mit meinem Englischkurs zu einem Rennessaincefestival. Ich bin schon sehr gespannt!

Ich habe immer noch Momente wo ich meine Familie, meine Freunde und Deutschland sehr vermisse. Aber ich weiß auch immer besser damit umzugehen.

Was ich jetzt schon sagen kann, obwohl es sehr früh ist, ist:

Mein Austauschjahr ist nicht ein “Year abroad”. Es ist ein Jahr im zweiten zu Hause.  

Ein zu Hause mit einer neuen Familie, neuen Freunden und vielen spannenden Erlebnissen. Und natürlich zu Hause ist immer noch Deutschland, bei meiner leiblichen Familie und meinen Freunden. Aber ich habe schon jetzt ein zweites zu Hause hier!

 

 

Unidad Educativa Particular Mixta Hermano Miguel

Das ist der komplette Name meines “colegios”. Ich fühle mich dort mittlerweile richtig richtig wohl und immer, wenn ich in der Stadt jemanden mit der Uniform sehe, denke ich ‘wie schön, jemand von “meiner” Schule’.


Mit diesem Transport, “buseta” genannt, werde ich jeden Tag vor meiner Haustür abgeholt und den ungefähr 500m weiten Weg direkt bis vor das Tor meiner Schule gefahren, welches man auch im Hintergrund sieht. In diesen Wagen passen ungefähr 15 Schüler, aber es ist meistens ziemlich eng.

Dann betrete ich den Schulhof, ab und zu steht am Eingangstor die Inspektorin und kontrolliert, ob man auch ordentlich die Uniform trägt. Vom Eingangstor aus sehe ich dann das:


Ich empfinde die Schule als ziemlich groß. Rechts geht das Gebäude nochmal ein ganzes Stück weiter und links hinter dem Fußballplatz auch. Ich sehe jeden Tag so viele Schüler, die ich noch nie gesehen habe und entdecke neue Räume, obwohl ich schon über einen Monat jeden Tag zur Schule gehe. Die Jüngsten hier sind ca. 4 Jahre alt, die ältesten 19. Das liegt daran, dass es in meiner Schule sowohl einen “jardin” (Kindergarten), als auch die “escuela” (Grundausbildung), als auch das “colegio” (weitere Bildung) gibt.


Das ist mehr oder weniger das Hauptgebäude, mein Klassenzimmer ist rot eingekreist. Wenn ihr ganz oben ins Fenster guckt, seht ihr einen meiner Klassenkameraden, der über der Schule wohnt und mir gerade aus dem Fenster gewunken hat.

Das ist dann der Eingang zu meinem Klassenzimmer. Es ist hier so üblich, dass jede Klasse ihren eigenen Raum hat und die Lehrer die Schüler in ihrem Klassenzimmer aufsuchen. Es gibt in Ecuador staatliche Schulen, die kostenlos sind und private Schulen, für die man monatlich einen gewissen Betrag bezahlen muss. Wer es sich leisten kann, schickt sein Kind auf eine der Privatschulen. Mein “cole” ist eine Privatschule, was aber nicht zwangsläufig heißt, dass es dort immer ganz ordentlich und gesittet zugeht. Nach dem Kindergarten geht man 10 Jahre zur Schule, das nennt sich “Educación General Básica”, der Name erklärt sich denke ich von selbst. Wer sich dann noch weiter bilden möchte, für den Eintritt in die Universität, der schließt noch 3 Jahre “bachillerato” an. Dabei wählt man eine bestimmte Fachrichtung. Bei mir gibt es z.B. “Soziales”, “Rechnungswesen”, “Informatik”, “Chemie” und mich hat man, wie ihr ja schon wisst, einfach in Informatik gesteckt.



So sieht mein Klassenzimmer aus, bevor der Unterricht beginnt. Danach stehen dann die Tische komplett durcheinander oder umgedreht. Die Tür bleibt während des Unterrichts eigentlich immer offen, da ständig irgendwelche Lehrer, Inspektoren oder Schüler reinkommen. Das ist mein Platz..

Ich bin einigermaßen froh, weit vorne zu sitzen, da ich weiter hinten überhaupt nichts verstehen könnte und so wenigstens ein bisschen vom Unterricht mitbekomme. Die Schule beginnt um 7 Uhr, dann hat man 3 Stunden durchgängig Unterricht. Es folgt die erste Pause von 20 Minuten, in denen man auch auf den Hof gehen und sich sportlich betätigen oder einfach etwas essen und entspannen kann. Dann schließen sich weitere 3 Stunden an, worauf wieder 20 Minuten Pause folgen und zum Schluss hat man nochmal 2 Stunden, sodass man am Ende auf 8 Stunden täglich kommt.

Hier ist noch ein Bild mit Uniformen, das Mädchen links trägt die normale Uniform, die beiden anderen die Sportuniform.

In den letzten Wochen haben die Schüler hier jeden Tag Examen geschrieben, manchmal 3 am Tag. Das war für mich ab und zu ein bisschen langweilig, weil ich nicht mitschreiben durfte und daher nur dasitzen und warten konnte, bis die anderen fertig waren. Ein einziges Mal hat mich der Englischlehrer mitschreiben lassen, damit ich nicht nur dasitze.  Jetzt allerdings haben wir 2 Wochen Ferien um uns von den Strapazen der vielen Examen zu erholen.

Als letztes Bild seht ihr jetzt noch mich mit ein paar Jungs aus meinem Kurs. Ich trage deshalb keine Uniform, weil an diesem Tag der “Schwur auf die Flagge” stattgefunden hat und wir Austauschschüler nicht teilnehmen durften. Darüber schreibe ich sicher nochmal
etwas, denn dieses Erlebnis war schon etwas Besonderes. Aber erstmal sollte es um die Schule gehen.


Die ist übrigens jeden Tag 13.30 Uhr zu Ende, dann muss ich auf meine “buseta” warten und werde wieder nach Hause gebracht.

 

Ich hoffe, dieser Eintrag war euch nicht zu lang, ich wollte euch nur gerne meine Schule vorstellen und wie das hier so läuft.
Es drückt euch
Maria

Aarhus

Das letzte Wochenende habe ich andere andere deutsche Austauschschülerin in der Nähe von Aarhus besucht. Es war ein wundervolles Wochenende und es hat auch Spaß gebracht mal wieder richtig entspannt deutsch zu reden 😀

Ich bin am Freitagabend von Odense aus mit Zug nach Aarhus gefahren und wir haben leider die Feststellung gemacht, dass die dänische Bahn definitiv mit der DB mithalten kann, weil ich nämlich fast eine halbe Stunde Verspätung hatte. An diesem ersten Abend haben wir uns mit Freunden getroffen und noch bis 10 Uhr abends am Fluss gesessen.

Am Samstag waren wir zuerst morgens am Strand, der nicht mal einen Kilometer von ihrem Haus entfernt ist, spazieren gegangen. Danach sind wir wieder in der Stadt und waren ein bisschen einkaufen, haben mal wieder über die Größe der Preise nachgedacht, haben gegessen und das eindeutig zu ungesund und haben wieder ewig am Fluss gesessen 😀

Der Strand

Zu gute Letzt waren wir noch im ARoS (ein großes Kunstmuseum in Aarhus), aber ich glaube, wenn wir ganz ehrlich sind waren wir nur da, weil wir in das Rainbow-Panorama sehen wollten bzw. die Aussicht von da genießen wollten.

Das Rainbow-Panorama von Außen..

..und von innen.

Aarhus vom Dach des ARoS aus

Am Sonntagmorgen ging es dann auch schon wieder heim.