Halbzeit!

Jaja, mehr als 6 Monate bin ich schon in Norwegen.
Ich weiß noch ganz genau wie ich am Tag vor meiner Abreise so zittertehabe. Vor lauter Aufregung bekam ich sogar Schluckauf, der dann nicht mehr weg ging. Ich habe mir um alles mögliche Sorgen gemacht.
Und jetzt weiß ich, dass die Sorgen zum größten Teil umsonst waren.
Ich fühle mich wohler als nie zuvor! Ich LIEBE es! Seit Dezember fühle ich mich wie ein richtiges Familienmitglied. Na klar habe ich mich vorher schon wohl gefühlt, aber seit Dezember bin ich einfach zuhause. Ich denke es braucht immer seine Zeit bis man wirklich in der Familie angekommen ist.

In der Zwischenzeit ist relativ wenig passiert. Ich habe Ski fahren gelernt. Und zwar Langlauf und Slalom! Angeblich soll ich sogar sehr gut sein, dafür dass ich vorher noch nie auf Skiern stand! Außerdem hatte ich ein Halbjahrestreffen in der Nähe von Ålesund. Es war einfach ‘fantastisk’ (man kann sich denken, was das auf deutsch ist, nicht wahr? 😉 )! Wir hatten alle so viel Spaß, es war so toll endlich alle mal wieder zu sehen. Es hat so viel geschneit, wenn man sich in den Schnee gestellt hat, hat es bis über die Knie gereicht!!! Wir waren viel draußen, haben Schneerugby gespielt und Würste gegrillt. Es war einfach suuuuuper :-))

Im Moment habe ich Ferien, wir passen auf Hühner auf bis Mittwoch, und da fahren wir dann auf die Hütte zum Entspannen und Ski fahren! Freue mich schon total! Mein Zeugnis hier ist super ausgefallen, was mich natürlich total gefreut habe, weil ich mich nicht auf die Noten konzentriert habe…Aber umso besser 😛 Sonst passiert hier nicht allzu viel, wir hatten heute 5 grad…das heißt so langsam kommt der Frühling!

 

P.S. Was ich nie erwähnt habe: auf meinem 2. Blog gibt es noch mehr Bilder!

http://einjahrinnorwegen.blogspot.no/

 

Halbzeit, Musical & Wanhat

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser,

 

schon letzten Monat galt es bei mir: Halbzeit!

Wo sind bitte meine 11 Monate hin, von denen ich solche Bedenken hatte? Weniger als 4 1/2 Monate bleiben mir noch, und in meinem Kopf schwirrt immer der Gedanke rum, dass ich hier einfach nicht weg will. Ich glaube fast, dass der Abschied von meiner Gastfamilie im Juni schwerer wird als der Abschied von meiner Familie, als ich ins Austauschjahr gestartet bin.

 

Aber nun genug von der Zukunft, ihr interessiert euch sicher mehr, was ich in den letzten Wochen alles erlebt habe.

Am Donnerstag, den 14.2, gab es dann hier das, was man in Deutschland als “Abistreich” bezeichnen würde – alle Abiturienten kamen verkleidet zur Schule, und auch die leitenden Lehrer der Abiturklassen. Es fand  kein Unterricht statt, um 8.45 Uhr gab es eine halbe Stunde “Abiradio”, danach ging es in das grosse Forum und es wurden Spiele unter den Abiklassen veranstaltet, wie zB Tabu. Dann wurden die Abiturienten aus der Schule hinausgetragen und mit 2 grossen Lastwägen durch die Stadt gefahren. Das ganze wurde von einem Süssigkeitenregen begleitet.

 

Am Freitag, den 15.2, hat Wanhat, der Tanz der Ältesten, stattgefunden. Da ja die Abiturienten die Schule am Donnerstag sozusagen “verlassen” haben, sind nun die Zweitklässler die Ältesten der Schule, und das wird mit diesem Ereignis gefeiert. Ich habe leider nicht mitgetanzt, also kann ich euch leider nicht viel zum Ablauf sagen. Aber es war wunderschön zum Anschauen und die Kleider der Mädchen waren ein Traum 😛 Ich wünschte, ich hätte mitgetanzt, schon allein um so ein Kleid tragen zu können 😀

Dieser Tag ist ein grosses Erlebnis für die gesamte Schule, aber natürlich besonders für die Zweitklässler – die Friseurtermine werden schon manchmal ein Jahr im Vorraus gebucht!

Am 6. Februar war es dann endlich so weit:
Wir haben endlich das langeprobte Musical “Nummisuutarit” aufgeführt! Ich muss zugeben, ich weiss immernoch nicht so genau um was es da geht, und ich frag mich auch immernoch, wie ich es geschafft habe, immer meine Einsätze zu finden und rechtzeitig auf die Bühne zu gehen – aber irgendwie hat es funktioniert. Ich glaube, ich war noch nie in meinem Leben so nervös 😀 Aber – wir haben es geschafft, und es war ein voller Erfolg! 🙂

 

Ja, was gibt es noch zu erzählen?

Es ist immernoch tiefster Winter, es hat sehr viel Schnee – aber es ist auch sehr warm! Die letzten paar Tage war es tagsüber immer über -10 Grad Celsisus, und die Sonne habe ich das letzte Mal vor 3-4 Wochen gesehen.

Aber zum Glück verschwindet die Dunkelheit! Es wird momentan so um halb 8 in der Früh hell und um halb 6 abends dunkel – das verschiebt sich nun wirklich rasend schnell, jeden Tag ist es um die 3 Minuten länger hell. Wobei ich sagen muss, die Dunkelheit war nicht so schlimm wie ich es erwartet hatte – man ist dann doch den ganzen Tag in der Schule und bekommt nicht so viel von draussen mit.

Mit der Sprache läuft es auch relativ gut, meine Gasteltern sprechen fast nur noch Finnisch mit mir und ich versuche so oft wie möglich auf Finnisch zu antworten – ohne Rücksicht auf  höhere Grammatik oder so, ich bin momentan nur glücklich wenn sie mich einigermassen verstehen 😀 Aber mein Deutsch wird immer schlechter, ich entschuldige mich jetzt schonmal für Rechtschreibfehler und unmögliche Formulierungen 😀

 

Mitte März findet der YFU-Trip nach Lappland statt – von dem könnt ihr dann natürlich auch hier auf meinem Blog lesen!
Bis dann,

Helene

 

Aeg lendab – Die Zeit fliegt

Mehr als die Hälfte meines Austauschjahres ist nun schon vergangen – sechs Monate, die sich einerseits dank unglaublich vieler Erfahrungen und Erlebnisse wie eine halbe Ewigkeit angefühlt haben; Andererseits aber auch viel zu kurz waren, denn ich habe noch so viel vor, und frage mich, wie ich das in den mir noch verbleibenden viereinhalb Monaten bloß schaffen soll.

Ein Gutes hatte das unerfreuliche Datum aber doch: YFU Estland lud anlässlich der Halbzeit zum Kesk-Aasta-Seminaar, dem Mitteljahrseminar, ein! Ungefähr 40 Austauschschüler und Teamer trafen sich an einem schönen Winterwochenende in Põltsamaa, einer kleinen Stadt in Mittelestland. Natürlich war die Wiedersehensfreude bei allen sehr groß, schließlich war es das erste Mal seit Beginn unseres Austauschjahres dass wir Austauschschüler und alle wiedergesehen haben – Alle anderen YFU-Veranstaltungen finden zwischen Nord- und Südestland getrennt statt. Das Wochenende wurde nach typischer YFU-Manier mit Essen, verschiedenen Workshops, Energizern, Spielen und einer Menge Spaß verbracht. Es war toll, sich mit den Anderen auszutauschen und über die Erlebnisse des letzten halben Jahres zu sprechen. Mein persönliches Highlight war das Abendprogramm, bei dem wir in Gruppen Märchen auf Estnisch nachspielen mussten – eigentlich kein Problem, wäre da nicht die Vorgabe, zehn von den Teamern ausgedachte Sätze wie “Einen Megaburger bitte!” in das Stück einzubauen. Danach ging es noch nicht zu Bett, und ein Großteil der Nacht wurde mit Filmegucken und Gesprächen verbracht, sodass ich am Sonntagabend müde aber glücklich wieder zuhause in Rapla ankam.

Am 12.2. war Vastlapäev, eine Tag, der nach estnischem Brauch mit Schlittenfahren und vastlakukkel, ein süßes Brötchen mit Schlagsahne, Essen verbracht wird. In der Nacht zuvor hatte es stark geschneit, was perfekte Bedingungen zum Schlittenfahren bot, die ich ausgiebig genutzt habe: Gleich dreimal bin ich Schlitten gefahren – einmal mit den Viertklässlern, mit denen ich Unterricht hatte, einmal mit meinen Freunden in einer Freistunde und nach der Schule mit meinen kleinen Gastcousinen, die uns besucht haben.  Danach gab es vastlakukkel mit heißem Kakao, die wir vor dem Kamin genoßen haben – So einen Tag wünsche ich mir auch in Deutschland! 🙂

 

Vom Schwarzen Januar ueber “Gen-Tests” bis zu traditionellem Tanzunterricht

Beschwingt von den Klaengen des traditionell aserbaidschanischen Liedes “Gözü Qaşı Qara Qız” (“ Das Maedchen mit den schwarzen Augenbrauen”), zu dem ich am Samstag auf dem Fest der Sprachenschule meinen ersten kleinen aserbaidschanischen Tanzauftritt  haben werde, verfasse ich heute meinen Blogeintrag. Dieses Wochenende wird ausserdem in unserer Schule eine Sitzung des “European Youth Parliament” stattfinden, eine internationale Organisation, die Jugendliche in mehreren Laendern Europas dazu einlaedt, auf nationaler und internationaler Basis sich mit politischen Themen gemeinsam kritisch auseinanderzusetzen.  Da ich mich besonders auf die Themen bezueglich Aserbaidschan noch genauer vorbereiten muss, die Choreographie lieber noch hundert mal wiederhole, sowie euch das Lesen etwas erleichtern moechte, bemuehe ich mich heute, etwas kompakter zu schreiben 😉

 

“Qara Yanvar” – 20. Januar 1990 – in trauriger Erinnerung

“Qara Yanvar” – unutmayaq! – Den schwarzen Januar werden wir nie vergessen: Das stand auf dem Flugblatt, das jedem von uns in der Schule anlaesslich des 20.Januars, einem aserbaidschanischen Volkstrauertag, ausgehaendigt wurde. Fast jeder, den ich hier zu diesem Anlass befragt habe, hat fuer einen Moment innegehalten, bevor er mir die Geschichte erzaehlt hat: Die Unabhaengigkeitsbewegung unter den von der Sowietunion besetzten Laendern Ende der 1990-er Jahre ging natuerlich nicht an Aserbaidschan vorbei. Viele Menschen protestierten, um Freiheit zu erlangen. So kam es dazu, dass in der Nacht vom 19.bis 20. Januar 1990 ohne jede Vorwahnung sowietisches Militaer in Baku eingedrungen ist, um die Aufstaende brutal niederzuschlagen. Getoetet oder verletzt wurden allerdings hunderte Menschen der unschuldigen Zivilbevoelkerung – ein blutiges Gemetzel, dessen Bilder hier vielen noch genau in Erinnerung sind, besonders denen, die Angehoerige oder Freunde verloren haben.

So ist der 20. Januar zum Arbeits – und schulfreien Tag geworden, ausserdem ist die Benutzung von Metro und Bus an dem Tag kostenlos, damit wirklich jedem der Zugang zu den Gedenkplaetzen ermoeglicht wird. Sogar im Migrationsamt, wo ich in der Woche vorher endlich mein dauerhaftes Visum bis Anfang Juli abholen konnte, war eine Ausstellung bezueglich des 20.Januars organisiert (s.Foto) und in den Eingaengen der Kaeufhaeuser wurden Blumenkraenze und Kerzen aufgestellt.

Am Trauertag selbst bin ich mit Freunden ins Kino gegangen, was erstaunlicherweise geoeffnet hatte, aber in der ganzen Stadt lag eine bedrueckend stille Stimmung in der Luft, die mir nach dem Gucken des Horrorfilms noch intensiver schien…

Metrofahren – ein musikalisch – historisches Vergnuegen

Auf dem Foto ist das Denkmal zu dieser Tragoedie zu sehen (Aufschrift: “In lieber Erinnerung an die Opfer”). Dieses befindet sich dort, wo das Gemetzel am schlimmsten war. Die dort entstandene Metrostation heisst ebenfalls “20.Yanvar”. Generell sind die Metrostationen hier hauptsaechlich nach wichtigen historischen Daten oder Persoenlichkeiten benannt. Die Zentralstation z.B. heisst “28. May”: Am 28. Mai 1918 wurde Aserbaidschan zur Demokratischen Republik erklaert. Waehrend der Sovietzeit wurde diese Station allerdings zum “28.April” umbenannt, da zwei Jahre spaeter (1920) an diesem Tag die Bolschewisten Aserbaidschan zur Sowietischen Sozialistischen Republik erklaert haben. Dem Vorsitzenden des ebenfalls an dem Tag gegruendeten Rat der Volkskomissare Nəriman Nərimanov, ist ebenfalls eine Metrostation gewidmet. Dieser war sowohl Autor und Revolutionist, als auch ein sehr geschaetzter Politiker, da er zwischen den Interessen des aserbaidschanischen Volkes und den Sowietischen Regierungschefs erfolgreich vermittelt hat. Uebrigens: Erst nach dem Erhalt der Unabhaengigkeit Aserbaidschans 1991 bekam die Zentralstation wieder ihren urspruenglichen Namen: 28.May.

Ausserdem erklingt im Zug beim Einfahren in die Metrostation fuer jede Station eine andere, nach meiner Auffassung klassisch klingende wunderschoene Melodie, sodass man sich daran gut orientieren kann, auch wenn einem der Name der jeweiligen Station nicht bekannt ist. J

 

Aserbaidschanisches Notensystem und “Gen – Tests”

Als mir Mitte Januar in der Schule mitgeteilt wurde: “In den naechsten zwei Wochen haben wir Gen – Test”, dachte ich mir: “Oh Gott, welcher aerztlichen Untersuchung muss ich mich denn jetzt unterziehen!” 😀 Aber es handelte sich lediglich um die “General – Halbjahrestests” in den Hauptfaechern, also Mathe, Englisch, Geschichte, Erdkunde, Russisch und Aserbaidschanisch. Die letzten beiden Faecher sind erstaunlicherweise fuer mich recht gut gelaufen, sowie Englisch natuerlich. Allerdings wuerde mir die Bedeutung dieser Tests erst bewusst, als mir eine Freundin das mir sehr streng vorkommende Notensystem erklaert hat: Im “Gen-Test” kann man maximal 85 % erreichen, die in die Halbjahresnote zaehlen. Die letzten 15 % heissen “Bonus” und bestehen aus den Ergebnissen von Tests und muendlicher Mitarbeit des ganzen Halbjahres, sodass man bestenfalls 100 % erreicht. Wenn man also als Austauschschuelerin kaum etwas vom “Gen-Test” versteht, haette man theoretisch selbst mit vollen 15 % Bonus (was sehr selten vorkommt) schlechte Karten. Jedoch ist der “Человектический фактор” (“menschliche Faktor”), wie meine Lehrerin immer so schoen sagt, hier sehr gross, sodass sie die Tatsache, dass ich gerade zu Anfang dem Unterricht aufgrund der sprachlichen Schwierigkeiten kaum folgen konnte, grosszuegig beruecksichtigen.

Die Noten jeder Stunde werden uebrigens per Internet in ein zentrales System eingetragen, das vom Bildungsministerium ueberwacht wird!

Jetzt, wo ich dem Unterricht immer besser folgen kann, staune ich Tag fuer Tag ueber gewisse Fakten Aserbaidschans: z.B. das Aserbaidschan am Ende des 19.Jahrhunderts Russland mit 90 % des dort benoetigten Erdoels versorgt hat und insgesamt die Haelfte des auf der ganzen Welt benoetigten Erdoels aus Aserbaidschan bezogen wurde! Im Erdkundeunterricht habe ich erfahren, dass der Klimawandel auch hier deutlich zu spueren ist: Die die Promenade zierenden Palmen haben erst vor 10 Jahren angefangen, hier zu wachsen, vorher hat das Klima dies nicht zugelassen… 😀

Sonst sind Lehrer, Eltern und Schueler gerade mit viel Eifer dabei, unsere “Последный Звонок” (letzte Klingel), vorzubereiten, den 31.Mai, an dem wir 11. – Klaessler offiziell von der Schule verabschiedet werden, sowie den Abschlussball im Hotel am Meer. Diese beiden Anlaesse werden hier riesig zelebriert, sodass eine Menge organisiert werden muss: Tanzkurs, Aufnahme des Abschlusssongs im Tonstudio, Kameraleute, DJ, Kleidung, besonderer Schmuck usw…

 

Das Miniaturbuchmuseum und interessante Begegnungen

Ueber die Schule habe ich einen anderen Deutschen kennengelernt, der hier gerade sein freiwilliges soziales Jahr macht. Zusammen sind haben wir das Miniaturbuchmuseum in der Altstadt besichtigt, dessen Exponate absolute bemerkenswert sind. Die drei kleinsten dort vorzufindenden Buecher stammen aus Japan und haben einen Durchmesser von 2mmx2mm, sodass sie nur mit einer Lupe richtig zu sehen sind (s. Foto). Jedes von ihnen hat 16 Seiten, 50-100 Zeichen und eines sogar Illustrationen. Die Miniaturbuecher sind in Vitrinen nach Laendergruppen geordnet. Deutschland hat seine eigene Vitrine (s. Foto), bei der uns sofort aufgefallen ist, das besonders viele Buecher von Erich Honecker, ausserdem u.a. Pixi  – Buecher vertreten sind 😀 Insgesamt enthaelt das Museum 4 700 Minibuecher aus 64 Laendern, aber woher stammen diese alle?! Die Buechersammlerin Zarifa xanim ist jahrelang durch die Welt gereist, bis 2002 diese Ausstellung eroeffnet wurde. Zarifa Xanim hat der sehr netten Museumsfuehrerin auch den Auftrag gegeben, jedem deutschen Besucher  ein Exemplar von den aus Deutschland mitgebrachten Minibuechern zu ueberreichen, sodass sie uns am Ende ein nettes Souvenir mitgegeben hat J

 

Auf dem Weg durch die Altstadt sind wir auf ein Maleratelier gestossen, in dem mir erneut die Offenheit und Zuvorkommenheit der hier lebenden Menschen bewusst wurde. Als ich den Kuenstler gefragt habe, wie er es schafft, die Aeste der Tannen so besonders fein und aesthetisch zu malen, hat er mir ein paar gekonnte Pinselschwuenge auf einem bereits angefangenem Gemaelde demonstriert, mir den Pinsel danach in die Hand gedrueckt und meinte: “Versuch es selbst!”. Auf meinen Kommentar, dass ich ihm sein schoenes Gemaelde nicht zerstoeren moechte, hat er mir nur zugezwinkert und meinte: “Du schaffst das schon!” :D

 

Eine andere interessante Begegnung ist mir beim Schulbuchkauf in der Metro widerfahren: Als ich auf aserbaidschanisch meinen Wunsch geauessert habe, ist ein Mann namens Baylar Hajiyev auf mich aufmerksam geworden, der als Dozent die englischsprachigen Fakultuaeten (Internationale Beziehungen, Jura usw.) der Baku State University leitet. Nachdem er mir sein neustes Conversational – Buch (Englisch – Aserbaidschanisch – Russisch) geschenkt hat, hat er mich zu sich in die Uni eingeladen, wo er mir eine halbe Woche spaeter ein paar seiner Konzepte vorgestellt und mich gefragt hat, ob wir nicht zusammen ein weiteres Conversational – Buch veroeffentlichen wollen ,das auch die deutsche Sprache beeinhaltet. Meine Antwort auf dieses Angebot koennt ihr euch sicherlich denken 😉 In Momenten dieser Art bin ich YFU immer wieder dankbar dafuer, mir dieses Austauschjahr zu ermeoglichen!!!

 

Aserbaidschanische Kueche

Wie bereits berichtet, versuche ich, auch mit meiner ersten Gastfamilie etwas Zeit zu verbringen, sodass ich die Sonntage gerne dort verbringe und mir meine Gastmutter traditionelle Rezepte beibringt. Besonders angetan war ich von “ Əriştə Plov” (Reisnudeln), eine Abwandlung des aserbaidschanischen Nationalgerichts “Plov”  mit nudelartigen Teigstreifen und einem Hauch von Kuerbisfleisch. Auf dem ersten Foto ist das hier typische Ausrollbrett zu sehen, dass den Teig besonders fein und duenn werden laesst. In einer bestimmten Technik wird dieser dann gefaltet und in duenne Streifen geschnitten (Foto 2), zusammen mit kleingeschnittenem Kuerbis und Reis ergibt dies ein absolutes Festmahl!

Ausserdem haben wir “Göyərti qutabı” zubereitet. “Göy” heisst soviel wie “Gruenzeug” (z.B. Petersilie), denn das gibt es hier in zahlreichen Varianten. “Qutab” ist die Zubereitungsart eines hauchduennen, festen Teiges. Zwischen jede Teigschicht wird hausgemachter, salziger Kaese und das Gruenzeug gelegt, sodass sich sich am Ende eine Art Kraeuterlasagne ergibt:

Nach jedem Essen wird Gaesten ja bekanntlich “Çay” und etwas Suesses gereicht. Beliebt ist auch “Şirin Cörək” (suesses Brot), dessen Zubereitung recht einfach ist: Zum normalen Brotteich gibt man einfach drei Glaeser Zucker und Gewuerze nach Belieben hinzu :D

Besonderer Respekt vor dem Brot

In ein “kulinarisches Fettnaepfchen” bin ich neulichs getreten, als meine Gastschwester mich dabei erwischt hat, wie ich altes Brot in den Muelleimer entsorgt habe. Sofort hat sie entsetzt aufgeschrien und mir erklaert, dass man hier Brot besonderen Respekt erweist und es so gesondert entsorgt. Ein paar Tage spaeter habe ich meine Gastmutter zu dem Grund dieser Tradition befragt, als wir einen Film angeschaut haben, der waehrend des zweiten Weltkrieges in Aserbaidschan spielt und durch den ich erfahren habe, dass auch hier wie in Deutschland Lebensmittelkarten verteilt wurden. Allerdings nur fuer Brot, da es sonst kaum etwas anderes zu Essen gab. Also war die Antwort meiner Gastmutter: “Siehst du Philine: Brot ist das einzige Lebensmittel, von dem man sich ausschliesslich  ernaehren kann, deswegen erweisen wir ihm besonderen Respekt!”

Erst ab diesem Zeitpunkt sind mir die vielen Brottueten aufgefallen, die gesondert an den Muellcontainern haengen, ausserdem haben aermere Menschen auf diese Weise noch die Moeglichkeit, dieses Brot noch zu verwenden.

 

Ein Einblick in den aserbaidschanischen traditionellen Tanz

Nachmittags besuche ich jetzt bereits seit einem Monat zweimal die Woche die Sprachenschule im “Caspian Buisiness Center” und habe jetzt endlich das Gefuehl, neben Russisch auch in der aserbaidschanischen Sprache den Durchblick zu erlangen J

Und zweimal die Woche geht es seit Dezember zum traditionellen Tanzunterricht, welcher zu meiner absoluten Lieblingsaktivitaet geworden ist!!! Nachdem sich die noch zu Anfang bestehende “hochzeitsvorbereitende” Gruppe fuer Jugendliche aufgeloest hat, sind meine Freundin und ich zu den etwas kleineren Maedchen gegangen, die sogar vor dem Praesidenten tanzen, sodass dort “strenge Schule” herrscht, wie es unsere Lehrerin nennt. Diese hat frueher im aserbaidschanischen Staatsensemble getanzt und ist u.a. auch in Deutschland aufgetreten J

Und in der Tat: Seit der ersten Stunde werden in mir immer wieder Kindheitserinnerungen hervorgerufen, denn der aserbaidschanische Tanz umfasst viele Elemente aus dem klassischen Ballett, nur dass es hier anstatt von “zweiter Position” , “ikinci vəziyyəti” heisst 😀

Was mir besonders gefaellt ist, dass uns eine Klavierspielerin in jeder Stunde begleitet!

Im Aserbaidschanischen Tanz gibt es viele verschiedene Arten, die unter den einzelnen Volksgruppen entstanden sind. Die Lesginka, z.B. ist unter den im Norden Aserbaidschan lebenden Lesgiern entstanden. Dieser Tanz hat einen sehr ruppigen Charakter und wird im harten Vierertakt gezaehlt.

Viel grazioeser ist der im schnellen Dreiertakt gezaehlte allgemeine aserbaidschanische Volkstanz. Fuer Maedchen bestehen die Elemente hauptsaechlich darin, die pure Schoenheit zu repraesentieren: Beim Betrachten der Haende symbolisieren diese einen Spiegel (s. erstes Foto).

Das “Sich- Abwenden” von diesem Spiegel ist die uebliche Schlusspose eines Elements,  in der man sich dem Publikum zuwendet:

 

Das folgende Element wird am haeufigsten auf Hochzeiten getanzt. Als Faustregel gilt: Die Hand nach oben, in dessen Richtung man sich fortbewegt, in diese schauen und sich dann im Takt dazu drehen

 

Das Kreuzen der Haende symbolisiert einen Blumenstrauss:

 

Besonders wichtig ist es, die Finger immer in der richtigen Position zu halten, sodass sich Daumen und Mittelfinger fast, aber nicht ganz beruehren:

 

Der “Naz Ələmə” ist ein Tanz, der eine “aserbaidschanische Konversation” zwischen Maedchen und Junge darstellt, sodass es mich einige Zeit gekostet hat, bis ich mich in die Mentalitaet dieses Tanzes hineinversetzten konnte:

Auf dem ersten Bild drueckt der Junge (in diesem Fall von meiner  Freundin getanzt :D) dem sich um ihn drehenden Maedchen kniend die Bewunderung ihr gegenueber aus.

Dann sagt er ihr mit erhobenen, Kraft und Stolz ausdrueckenden Armen: “Ay qız, mənə bax!” (Hey Maedchen, schau mich an!), aber sie verweigert sich ihm:

Nun scheint der Junge aber doch Erfolg zu haben, denn sie wendet sich ihm zu…

Und laesst sich auf ihn ein!

 

 In einem traditionellen Kostuemladen

Da der Auftritt Samstag immer naeher rueckt und ich immer noch kein Kostuem hatte, bin ich gestern das erste Mal in eine traditionelle Kostuemschneiderei gegangen, wo ich eines der Prachtstuecke anprobieren durfte. Auf dem ersten Foto ist eine weitere Geste zu sehen, die die Schoenheit der dunklen schwarzen Augen der Aserbaidschanerinnen betonen soll. Dieses Element symbolisiert das “Sich  schminken mit einem schwarzen Kayal”:

 

Leider betraegt die Leihgebuehr solch eines Kostuemes fuer einen Auftritt 100 Manat. Als ich meiner Tanzlehrerin davon berichtet habe, hat sie mich abends nach dem Unterricht heute einfach mit zu sich nach Hause genommen, wo ich eines ihrer Kostueme anprobiert habe, was gluecklicherweise sofort gepasst hat. Wegen ihrer konsequenten, strengen, aber immer sehr hilfsbereiten und humorvollen Art habe ich meine Tanzlehrerin mittlerweile richtig in mein Herz geschlossen. Diese Woche hat sie mir neben dem normalen Unterricht einige Extrastunden  gegeben, damit die Choreographie Samstag klappt und generell beantwortet sie nach dem Unterricht jede Frage und zeigt einem dann auf Wunsch die neuen Elemente so lange, bis man sie komplett verstanden hat! Dank ihr ist aserbaidschanischer Tanz jetzt zu einer echten Leidenschaft fuer mich geworden!!!!!

 

Verzeiht mir bitte, dass es heute schon wieder so ein halber Roman geworden ist!!!  Jetzt ist es gleich bereits Mitternacht, sodass ich noch ein paar Hausaufgaben erledigen  und mich dann gegen 1.30h oder 2h ins Bett legen werde – der Schlafrhythmus aserbaidschanischer Jugendlicher 😀 Dann werde ich vielleicht  von weiten, wehenden Roecken in Tanzdrehungen trauemen oder von Deutschland – meiner Heimat, nach der ich mich sehr oft sehne. Jedoch ist alles, was mit schmerzhaftem Heimweh zu  tun hat, vorrueber, denn ich moechte jeden Tag, nein – jede Stunde, nein – jede Minute, der mir hier noch verbleibenden 4,5 Monate geniessen!!

 

Taenzerisch drehend beschwingte Gruesse aus der Stadt der Winde sendet euch

Eure Philine

Meine ersten Monate in Deutschland

Alles hat mit nur einer großen Chance und einer kleinen Möglichkeit angefangen. Hier in Deutschland Deutsch zu lernen war ein Traum und es ist manchmal unglaublich, dass ich hier bin. Als ich herausgefunden habe, dass ich ein Austauschjahr in Deutschland gewonnen habe, hatte ich viele Erwartungen. Ich bin nicht enttäuscht! So viel ist schon passiert und so viel habe ich schon gelernt. Ich bin fast drei Monate hier in Deutschland…Am Anfang war es sehr schwierig mit der Schule. Ich konnte nicht alles verstehen (Was hat der Lehrer gesagt????) und auch die Schrift von den Lehrern war schwierig zu verstehen. Ich brauchte Zeit zu verstehen, dass ein “u” ein “n” war und wenn das ein richtiges “u” war, man oben einen Strich findet. Und das war kein Umlaut!!! Das ist anders in Brasilien! Aber ich habe nicht aufgegeben und jetzt kann ich bestimmt mehr verstehen. Erdkunde und Geschichte sind die schwierigsten Fächer, aber es geht. Ich muss es immer wieder versuchen. Das ist so, wenn man eine neue Sprache lernen kann. Es war schwierig, aber es ist schon besser! Die Schule hat mir auch geholfen. In meiner ersten Erdkundearbeit, zum Beispiel, hat meine Lehrerin die Übersetzung unter die Fragen geschrieben. Das war sehr nett! Und die Leute sind auch freundlich und nett! Das widerlegt die Vorurteile gegenüber den Deutschen. Zumindest das, was man in Brasilien über sie sagt. Sie sind bestimmt nicht wie die Südamerikanischer, aber sie sind auch keine Eiswürfel! Meine Mitschülern helfen mir immer. Egal ob das eine Frage zu der Deutschen Sprache ist oder in welchem Raum wir heute Chemie haben… (Ich habe es noch nicht gelernt)

Ich besuche hier in meiner Stadt einen Deutschkurs. Wir haben das zweimal pro Woche, zwei Stunde lang. Ich habe immer viele Fragen, weil die Deutschen meistens keine Fragen zu der Grammatik beantworten können. ‘Man sagt das nicht’, “Das ist wie Man sagt’, und so was… Ein paar Satzbildungen im Deutschen sind sinnlos im Vergleich zu meiner Muttersprache. Alles ist umgekehrt und ich muss es, wie ich es denke, verändern! Aber das geht. Ich bin so gespannt darauf, perfekt Deutsch sprechen zu können!

Ich bin wirklich begeistert Deutsch zu lernen. In diesem Austauschprogramm habe ich das gleiche Gefühl, das ich in meinem ersten Deutschunterricht hatte. Alles war neu und ich war so neugierig. Die Sache ist, dass Deutsch in Brasilien nicht zum Alltag gehört wie beispielsweise Englisch. Wir müssen Bücher, Filme und andere Quellen untersuchen. Es ist nicht einfach. Aber es ist hier in Deutschland anders. Und das, glaube ich, ist das Beste am Deutschlernen in einem Land, wo man die Sprache spricht. Ich will verstehen, was die Personen auf der Straße sagen, was im Fernsehen passiert und auch in der Werbung (so dumm). Ich will mit den Leuten sprechen und diskutieren. Und wir, die Austauschschüler, sind immer indirekt motiviert von der Welt um uns. Das ist super!

Über meine Gastfamilie. Unser erste Kontakt war durch Email. Meine Gastmutter hat diese Email geschickt, wo sie ihre Familie vorgestellt hat. Wir haben uns mehr kennen gelernt auch durch Emails. Seit diese Zeit hatte ich ein Gefühl, dass sie eine besondere Familie ist.

Am 21. August bin ich nach Deutschland geflogen. Ich hatte noch in Lauenburg mit andere Austauschschüler eine Orientierungswoche bevor ich meine Gastfamilie persönlich kennen gelernt habe. Ich war gespannt und gleichzeitig nervös. Theoretisch sollten wir zu unseren Gastfamilien mit dem Zug fahren. Erstaunlicherweise, hat meine Gastmutter mir erzählt, dass sie und mein Gastbruder mich in Lauenburg abholen wollten. Das war sehr nett!

Als sie nach Lauenburg gekommen sind, ich habe gefunden, dass sie auch ein bisschen nervös waren. Das war gut, dass ich nicht der einzige war. Und dann, hat der Anpassungsprozess angefangen. Wir haben sehr viel geredet. Und das war auf Englisch. Ich konnte nicht wirklich Deutsch verstehen.

Zu Hause habe ich meine neue Wohnung kennen gelernt und auch mehr Familienmitglieder. Mein Zimmer wartete auf mich und da habe ich viele Bücher nach meinen Interessen geordnet gefunden. Es gab Harry Potter Bücher (Ich liebe Harry Potter) und viele Wörterbücher, unter anderen Büchern.

Gleich am ersten Tag sind ich und mein Gastbruder zu einen Party gegangen. Mein Gastbruder hilft mir immer und hat mir in dieser Anfangszeit viele Leute vorgestellt.

Meine Gastmutter war immer dabei, als wir viele Sachen  für die Schulen kucken mussten. Mein Gastbruder auch. Er hat mir die Schule gezeigt, weil wir zu der Gleichen Schule gehen. Sie hat  mir auch geholfen Chöre zu finden. In drei Chören singe ich jetzt. Insgesamt sind das fast acht Stunde pro Woche. Genau wie ich es mag!

Meine Familie ist auch sehr musikalisch. Alle spielen ein Instrument. Manchmal sieht es wie eine Musikschule aus. Die Stimmung ist wunderschön.

Sie lesen gern und haben viele Bücher. Das ist ein Anreiz für mich Deutsch zu lernen, so dass ich alles was ich lesen möchte auch lesen kann. Alle sind sehr intelligent und ich habe schon viel mit ihnen gelernt. Mich mit meinem Gastvater zu unterhalten heißt immer etwas neues zu lernen. Ich rede mit ihm sehr gern!

Ich habe schon alle meine sechs Gastgeschwister kennen gelernt (Nur zwei wohnen noch zu Hause). Sie sind alle sehr nett.

Wir machen oft viele Aktivitäten zusammen. Zum Beispiel, besuchen wir Ausstellungen, Märkte, andere Städte und wir gehen Spazieren. Wir haben richtig Spaß.

Etwas besonderes war mein 18. Geburtstag. Das war schon cool, dass ich hier in Deutschland war. Aber in diese Familie… Das war ein unvergesslich Erfahrung. Seit vor dem Frühstück haben wir schon gefeiert. Mein Morgen war voll mit Blumen, Kerzen, Leckerem Kuchen, Geburtstagslied und Geschenken. Meine Gastmutter hat für mich Wollsocken gestrickt! Das war sehr Lieb. Zum Mittagessen konnte ich das Essen aussuchen. Abends hatten wir eine Party mit ein paar Freunden.

Essen ist überhaupt kein Problem für mich. Es ist ein bisschen anders als in Brasilien, wo wir zum Beispiel meisten zweimal pro Tag Fleisch essen. Das kommt mit dem Austauschjahr und ich denke, es ist besser, offen zu sein. Einfach probieren. Man lernt neues Essen kennen und hat auch Spaß. Warum nicht? Frühstuck ist wahrscheinlich das Beste. Die verschiedenen Brötchen und die Marmeladen…Und Rapshonig??? Der beste Honig! Wie kann man ohne ihn leben? Ich glaube, es gibt keinen in Brasilien. Ich habe ihn noch nie gesehen…

Was ich lustig finde ist, dass Portugiesisch zu sprechen schon komisch für mich ist. Es gibt keinen brasilianischen Austauschschüler in der Nähe und ich benutzte die Sprache nicht all zu oft. Ich schreibe meiner Familie und meinen Freunden in Brasilien, aber sie haben mir schon erzählt, dass ich schon ein bisschen anders schreibe. Ich kenne eine deutsche Frau, die früher ein Jahr in Brasilien war und sie kann gut Portugiesisch sprechen. Ich sagte, ihr Portugiesisch ist besser als meines. Hoffentlich vergesse ich nicht meine Muttersprache… Ich bleibe hier in Deutschland noch neun Monate!

Heimweh. Wir können es leider nicht vermeiden. Am Anfang ist alles neu und anders und man vermisst nicht so oft sein Heimatland, seine Familie und seine Freunde. Später ist das Leben in Deutschland schon Routine, wir gewöhnen uns daran. Und da bekommt man Heimweh. Ich hatte es noch nicht so richtig. Ich hatte nie Lust zurück nach Brasilien zu gehen, aber ich vermisse meine Familie und meine Freunde sehr. Ich , aber das geht nicht durch das Internet. Man öffnet Facebook und sieht einfach was in seinem Heimatland mit den Freunden passiert. Das ist ein Grund, das Internet während des Austauschjahres weniger zu benutzen. Das ist leider noch eine Herausforderung für mich. Aber wir können Heimweh nicht die Kontrolle über unsere Erfahrungen in einem anderen Land übernehmen lassen. Wir müssen diese Erfahrung leben!

Arthur Thives Mello
Brasiien