Das erste Mal Japan

こんにちは!

Mein Name ist Rose Sophie Hoffmann und ich verbringe momentan mein Austauschjahr in Japan. Wie ich dazu gekommen bin, Japan als Austauschland zu waehlen? Ganz einfach: Die aussergewoehnliche Kultur, die fremde Sprache, die japanische Mentalitaet reizten mich. Schnell stand fuer mich fest, dass ich das auch erleben moechte, genau wie viele begeisterte Japanaustauschschueler vor mir.

Am 19.Maerz 2012 gings also los, mit 16 weiteren Japanverrueckten aus Deutschland. Der Flug war angenehm(aber wer dachte, dass in einem A380 so wenig Platz sein wuerde?), die Ankunft ueberwaeltigend. Wir standen da, sahen das “Welcome to Narita Airport”-Schild und wussten, dass unser groesster Traum in Erfuellung gegangen war. Doch erst einmal wartete die mehrtaegige Arrival Orientation in Tokio auf uns, bevor unser “richtiges Austauschjahr” in unseren Gastfamilien starten sollte. Die Orientation bestand darin, dass japanische Returnees uns ueber die Kultur, Sprache, Sitten und die Verhaltensweisen in ihrem Heimatland aufklaerten.

Nach 5 Tagen war es endlich so weit. 43 hibbelige Austauschschueler aus 16 Laendern weltweit wurden in Flugzeuge, Autos und Shinkansen verfrachtet, um ihr endgueltiges Ziel zu erreichen. Fuer mich ging es per Flugzeug nach Osaka, genauer gesagt in eine Stadt 20km suedlich von Osaka. Am Kansai Airport in Osaka wurde ich von meiner Gastmutter und meinem gleichaltrigen Gastbruder in Empfang genommen, mehr gestenreich als wortreich, da ich kaum ein Wort Japanisch spreche. Am selben Tag fuhren wir noch Suessigkeiten einkaufen fuer Rose-chan(so wurde ich offiziell getauft) und dann durfte ich mein neues Zuhause bestaunen.

Mit meiner Gastfamilie zu kommunizieren ist oft lustig. Wir reden in einem Mischmasch aus Japanisch und Englisch, manchmal bin ich so verwirrt, dass ich sie auf Deutsch anrede. Wenn ich vom Japanischen etwas nicht verstehe(also fast immer), zueckt meine Gastmama ihr elektronisches Woerterbuch und versucht, mir Wort fuer Wort uebersetzen. So eine Geduld haben nur die Japaner:D

Am 7.4. wird dann die Schule beginnen…..unter anderem mit einer Rede von der einzigen Austauschschuelerin. Vor der gesamten Senior High School, das sind 1200 Schueler. Panik, Schnappatmung! Aber ein Vorteil, dass man die einzige Person der Schule ist, die die Landessprache nicht spricht: Man hat Einzelunterricht in Japanisch! Das gibt zu hoffen, dass mein Japanisch schnell besser wird. Momenat arbeite ich mich durch Kumon, das ist wie ein Korrespondenzzirkel Japanisch. Ich glaube, dass er mir sehr hilft, denn inzwischen kann ich schon grammatikalisch einwandfreie Saetze bilden, sodass meine Gastfamilie mich versteht:”Ein Flugzeug fliegt. Es regnet. Ich esse Sushi.” Na ja, wenigstens etwas. Ich bin halt noch auf der untersten Stufe….

Ich werde euch auf dem Laufenden halten ueber mein Austauschjahr, eure Rose