Just arrived

Es sind nun gerade mal zwei Tage vergangen, seit wir hier in Olmué eingetroffen sind und dennoch kommt es mir vor wie eine Ewigkeit. Anders als die achtzehn Stunden Flug, die tatsaechlich wie im Fluge vergingen, auch wenn ich  kaum Schlaf finden konnte. In Santiago hatten wir mit den Sicherheitskontrollen zu kaempfen, sodass ich meinen Rucksack entpacken musste, um die Ahle Wurscht fuer meinen Gastpapa zurueckzulassen. Sehr schade darum.

Daraufhin trafen wir auf all die anderen Exchangestudents und wurden mit dem Bus nach Olmué gefahren. Ich war ueberwaeltigt von unserer Unterkunft, die mit Indoor-Pool und mehrmals am Tag mit vielgaengigen Schlemmereien punktet. Niemals haette ich damit gerechnet, mit einer Reise nach Chile so viele unterschiedliche Nationalitaeten kennen zu lernen. Schon an der Gepaeckausgabe am Flughafen trafen wir auf Schweizer und Oesterreicher, spaeter auf Daenen und Norweger. Insgesamt sind wir hier 42 Schueler, die darueberhinaus aus Finnland, Lettland, Brasilien, Schweden, US-Amerika ud der Slowakei kommen. Mit 2 Jungs und 16 Maedels bilden wir als Deutsche die Ueberzahl.

Die Kommunikation findet komplett auf Engisch statt, sodass man kaum aufhoert English zu sprechen, hat man Gleichsprachige vor sich. Die Themen unterscheiden sich kaum von denen, die wir auch schon auf der Vorbereitungstagug durchgekaut haben, doch es ist sicher gut sich damit im Detail bezogen auf Chile zu befassen.

Die Zeit in dieser Gruppe ist sehr schoen und wir haben sehr viel Spass! Mir gefaellt es besonders, etwas von all diesen unterschiedlichen Kulturen zu erleben, die sich hier getroffen zu haben, um sich gemeinsam auf die uns allen fremde Kultur Chiles einzustellen.

Doch jetzt werde ich noch einmal schlafen (waehrend bei Euch wahrscheinlich die ersten Wecker klingeln), bis ich meiner Gastfamilie begegnen werde. Heute, als ich mein Busticket nach Concepción erhalten habe, habe ich das erste Mal eine staerkere innere Aufregung verspuert, als die freudige Erwartung, die mich seit Tagen und Wochen  erfuellt. Das wiederum hat mich beruhigt; wo ich doch schon sehr verwundert darueber war, immerzu von solch einer Ruhe schoepfen zu koennen.

Nun ist es sehr unklar, in wie weit ich in meiner Gastfamilie die Moeglichkeit haben werde, den Computer zu nutzen, sodass ich offen lassen moechte, wann ich Euch das naechste Mal berichte. Doch vorerst schicke ich herzliche Gruesse nach Germany, in der Hoffnung, dass Euer Sommer waermer ist als der winterliche Sonnenschein hier.